Schwangerschaft und Geburtsvorbereitung


Anzeichen für eine Schwangerschaft
Das erste sichere Zeichen für eine Schwangerschaft ist die ausgebliebene  Monatsregel. Fast bei allen Frauen ist schon in den ersten Monaten mit Brustvergrößerung zu rechnen, also können Spannungen im Brustbereich auch Zeichen einer Schwangerschaft sein. Genauso können Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Müdigkeit, Schwindel, häufiges Wasserlassen auch eine Schwangerschaft ankündigen.
Eine Schwangerschaft ist  beim Frauenarzt mit empfindlichen Untersuchungsmethoden ab dem siebenten Tag, mit Ultraschall ab der vierten oder fünften Woche erkennbar. Bei der Anwendung eines Schwangerschaftstestes (in der Apotheke erhältlich) ist erst 12 oder 14 Tagen nach der Befruchtung mit zuverlässigen Ergebnissen zu rechnen.

Geburtsvorbereitung
Hier werden werdende Eltern auf die Geburt ihres Kindes und das Leben mit dem Neugeborenen vorbereitet. Durch Aufklärung der emotionalen Vorgänge in der  Schwangerschaft und während der Geburt, durch Erlernen bewusster Atmung, durch Üben verschiedener Entbindungsmöglichkeiten, werden die Ängste vor der Geburt gemindert. Außer der Vorbereitung auf die Geburt erhalten die werdenden Eltern auch wichtige Hinweise, wie sie das Neugeborene empfangen und in ihre Familie integrieren können. 
Die Hebammen, sie haben eine spezielle Ausbildung absolviert,  begleiten, beraten und betreuen die Schwangere während der Schwangerschaft und nach der Geburt. Meistens bieten sie verschiedene Kurse wie Geburtsvorbereitung,  Rückbildungsgymnastik, Säuglingspflege, Babymassage usw. an.

Allgemeines über die Geburt
„Die Geburt sollte für eine Frau die Stunde ihrer grössten Würde sein.“(Pierre Vellay)
Die Ursachen, die die Geburt in Gang setzen, sind bisher noch unbekannt. Wenn aber das Kind am besten vorbereitet ist auf das Leben außerhalb des Mutterleibes, beginnt die Geburt. 
Kurz vor der Entbindung kommt es häufig zu einem Schleimabgang aus dem Gebärmutterhals. In dieser Phase sind die schwangeren Frauen meistens im psychisch labilem Zustand, haben starken Druck auf die Blase und können schlecht schlafen. Das Kind bewegt sich immer weniger und die Wehen kommen im 10 - Minuten - Rhythmus. Es kann dabei zu einem Fruchtblasensprung kommen und  der Gebärmutterhalskanal fängt an sich zu erweitern. Die Geburt verläuft in verschiedenen Phasen:
1. Eröffnungsperiode
2. Austreibungsperiode
3. Plazentarperiode
4. Postplazentarperiode
Die normale Geburt ist 2 Stunden nach Ausstoßung der Plazenta, d.h. des Mutterkuchens, beendet.

Die Wehen
Irgendwann hat jede Schwangerschaft ein Ende und der erwartete Termin rückt immer näher.  In dieser letzte Periode fragen sich die werdenden Mütter, in erste Linie die, die ihr erstes Kind erwarten, wie sie die richtige Wehen erkennen können. Es ist immer eine grosse Enttäuschung, vom Krankenhaus wieder nach Hause fahren zu müssen wegen Fehlalarm.
Mit einem warmen Bad können Frauen prüfen, ob sie echte oder Vorwehen haben. Echte Wehen verstärken sich im Bad, Vorwehen lassen nach. Kommen die Wehen schon in 10 - Minuten - Rhythmus, sollte man ins Krankenhaus fahren.

Kaiserschnitt
Der Kaiserschnitt oder auch Schnittentbindung genannt, ist eine geburtshilfliche Operation, bei der die Bauchhöhle und die Gebärmutter aufgeschnitten werden, um das Kind zu gebären. Es ist heutzutage kein gefährlicher Eingriff mehr und wird so sanft ausgeführt, dass Mutter und Kind schon nach wenigen Tagen nach Hause dürfen.
Die Entscheidung, einen Kaiserschnitt vorzunehmen, fällt, wenn das Risiko einer vaginalen Entbindung für Mutter und/oder Kind höher ist als beim Kaiserschnitt. Es wird aber  auch immer mehr als alternative Geburtsmöglichkeit angeboten. Das wird in erster Linie von Prominenten häufig in Anspruch genommen. Es hat manche Vorteile wie Planbarkeit, schnelle und schmerzlose Geburt, aber die werdende Mutter verpasst  dabei das erste gemeinsame Ereignis mit ihrem Kind.
Außerdem muss mit möglichen postoperativen Komplikationen  wie Blutungen, Infektionen, Embolien, Behinderung von Folgeschwangerschaften oder sogar  Unfruchtbarkeit  gerechnet werden.

Frühgeburt
Über eine Frühgeburt spricht man, wenn die Entbindung zwischen der 24. und 37. Schwangerschaftswoche stattfindet. Das Gewicht des Kindes liegt in solchen Fällen bei 500 bis 2500 Gramm.

Die Folgen einer Frühgeburt sind Anpassungsstörungen des Kindes an das Leben außerhalb des Mutterleibes wie z.B. Wärmeregulation, Atmungsprobleme, unreife Lungen, Herz- und Kreislauffunktionsstörungen. Das neugeborene Frühchen kommt unmittelbar nach der Geburt in einen Inkubator (Brutkasten). Dort werden die Babys ständig überwacht, beatmet bis sie alleine atmen können und künstlich ernährt. Es besteht ein großes Infektionsrisiko, was Behandlungen mit Antibiotika und nicht vorhersehbare Komplikationen nach sich zieht. Die wohl am schwersten wiegende Komplikation ist der Verlust des Kindes. Eventuelle Schädigungen des Kindes werden oft erst zu einem späteren Zeitpunkt sichtbar.