Schülerrat


Schülermitwirkung

Es gibt an Schulen die Klassenschülersprecher, die Jahrgangsstufensprecher, die Schülersprecher und den Schülerrat. Überregionale Schulorgane sind der Kreisschülerrat und der Landesschülerrat. Teilschülervertretungen können durch jede Schülervertretung gebildet werden und setzen sich aus den Mitgliedern der betreffenden Bereiche zusammen. Sie wählen aus ihrer Mitte einen Vorsitzenden und dessen Stellvertreter.

Das Wahlverfahren zur Wahl von Schülervertretungen muss demokratischen Grundsätzen entsprechen, die Kandidatenaufstellung und -wahl bedarf keiner Bestätigung. Wahlberechtigt und wählbar sind alle, die zum Zeitpunkt der Wahl die betreffende Klassen- bzw. Jahrgangsstufe als Schüler besuchen oder wer rechtmäßiges Mitglied des betreffenden Schülerrates, Kreisschülerrates oder Landesschülerrates ist. Wer die Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen erhält, ist gewählt. Bei einer Stimmengleichheit ist ein weiterer Wahlgang erforderlich.

Die Schülervertreter werden jeweils für die Dauer eines Schuljahres, die Mitglieder des Landesschülerrates in der Regel für die Dauer von zwei Schuljahren, gewählt. Eine Wiederwahl ist zulässig. Als Schülervertreter kann man sein Amt vor Ablauf seiner Amtszeit verlieren, indem man zurücktritt, seine Wählbarkeit verliert oder indem mehr als die Hälfte der wahlberechtigten Schüler einen Nachfolger für den Rest der laufenden Amtszeit wählen. Schülervertreter, deren Amtszeit abgelaufen ist, versehen ihr Amt bis zur Neuwahl geschäftsführend weiter, wenn sie noch wählbar sind. Als geschäftsführende Amtsinhaber laden sie die Wahlberechtigten zur Neuwahl ein und bereiten die Wahl vor. Ist kein geschäftsführender Amtsinhaber vorhanden, oder ist er verhindert, so übernimmt diese Aufgabe sein Stellvertreter.

Ab der Klasse 5 wählen die Schüler einer Klasse bis zum Ablauf der zweiten Unterrichtswoche nach Schuljahresbeginn einen Klassenschülersprecher und dessen Stellvertreter. Wird der Unterricht nicht im Klassenverband erteilt, wählen die Schüler einer Jahrgangsstufe für je 25 Schüler einen Jahrgangsstufensprecher und dessen Stellvertreter. Die Schüler eines Kurses können einen Kurssprecher wählen, dessen Tätigkeit sich auf den Bereich des Kurses beschränkt. Im Falle neugebildeter Klassen, oder wenn kein geschäftsführender Amtsinhaber und auch kein Stellvertreter zur Verfügung steht, veranlasst der Klassenlehrer für die Wahl des Klassenschülersprechers und der Vertrauenslehrer für die Wahl des Jahrgangsstufensprechers das Erforderliche. Mitglieder des Schülerrates sind alle Klassenschülersprecher und Jahrgangsstufensprecher einer Schule. Der Schülerrat tritt spätestens bis zum Ablauf der fünften Unterrichtswoche nach Schuljahresbeginn zusammen und wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden (Schülersprecher) und dessen Stellvertreter sowie die weiteren Vertreter der Schüler für die Schulkonferenzen. Der Schülersprecher lädt zu den Sitzungen des Schülerrates ein, bereitet sie vor und leitet sie.

Der Schülerrat muss einberufen werden, wenn mindestens ein Drittel der Mitglieder es verlangt. Steht kein geschäftsführender Amtsinhaber und auch kein Stellvertreter für die Einberufung der ersten Sitzung und die Vorbereitung der Wahl der Schülersprechers zur Verfügung, übernimmt der Vertrauenslehrer oder ein vom Schulleiter beauftragter Lehrer die Einladung der Mitglieder des Schülerrates sowie die Vorbereitung der ersten Sitzung. In regelmäßigem Abstand (mindestens zweimal im Schulhalbjahr) findet eine gemeinsame Sitzung des Schülerrates, des Vertrauenslehrers und des Schulleiters statt. Die Mitglieder des Schülerrates sind den Schülern ihrer Klasse oder Jahrgangsstufe zur regelmäßigen Berichterstattung über ihre Tätigkeit verpflichtet.

Die Schülersprecher aller Schulen im Gebiet eines Landkreises oder einer Kreisfreien Stadt bilden den Kreisschülerrat. Die Kreisschülerräte wählen die Mitglieder des Landesschülerrats. (Aus jedem Oberschulamtsbezirk je zwei Vertreter für Mittelschulen, je zwei Vertreter für Gymnasien, je ein Vertreter für Berufsschulen, je ein Vertreter für berufsbildende Vollzeitschulen und je ein Vertreter für Förderschulen.)