Oh Tannenbaum


Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum...
Heutzutage kann man sich die Festtage ohne den geschmückten Weihnachtsbaum kaum mehr vorstellen, doch der festliche Nadelbaum hat eine relativ junge Tradition. Erst im 19. Jahrhundert begann er sich in den bürgerlichen Stuben zu verbreiten und sorgt seither für unverwechselbar weihnachtliche Atmosphäre im Wohnzimmer.

Weihnachtsbäume – ein einheimisches Produkt

Jedes Jahr werden rund 28 Millionen Weihnachtsbäume in Deutschland verkauft, die zu rund 90 Prozent aus inländischer Erzeugung stammen. Weihnachtsbäume werden größtenteils landwirtschaftlich gezogen, ein kleinerer Teil wird aber auch bei der Waldpflege geschlagen.

In der Region erzeugte Bäume sichern Arbeitsplätze im ländlichen Raum und verursachen aufgrund kurzer Transportwege weniger Emissionen. Dies gilt sowohl für Weihnachtsbäume aus heimischen Erzeugerbetrieben wie auch für Bäume aus der Waldpflege.

Derzeit beliebtester Weihnachtsbaum ist die Nordmanntanne mit einem Marktanteil von etwa 75 Prozent. Dahinter folgen Blaufichte und Nobilistanne.

Weihnachtsbaum kaufen

"Ist der auch gerade? Meinst du der passt überhaupt ins Wohnzimmer - ist er nicht ein bisschen hoch? Etwas einseitig ist er schon." "Aber mit einer Seite steht er doch eh gegen die Wand." - "Also, nehmen S' den jetzt? Der is' b'sonders schee g'wachs'n..."

Der Christbaumkauf ist keine einfache Angelegenheit. Traditionell ist es Aufgabe der Männer, den Weihnachtsbaum zu besorgen - in dem Wissen, dass ihre kritischen Frauen wenigstens den schönsten der Nachbarschaft haben müssen. Und das ist nicht erst eine Erscheinung des Konsumzeitalters. Als der Vater die Bäume noch aus dem Wald holte, hat er sich schon im Sommer einen besonders schönen gemerkt - und den dann zur Weihnachtszeit geholt.

Beim Christbaumhändler
Heute muss man keinen beschwerlichen Fußmarsch mehr auf sich nehmen. Schließlich ist es auch verboten, den Baum einfach so aus dem Wald zu holen. Heutzutage ist es zwar wesentlich unbeschwerlicher - aber nicht unbedingt einfacher. An vielen Ecken und freien Plätzen bieten die Christbaumhändler vor Weihnachten ihre Ware feil. Wer nicht auf den letzten Drücker loszieht, findet dort ein besonders schönes Stück, das genau dahin passt, wo es hin soll.

Christbaum im Straßenverkehr
Sie sollten darauf achten, dass Sie den Baum auch über kurze Strecken verkehrssicher transportieren: Gut am Dachträger festzurren, keine Rücklichter oder das Nummernschild verdecken und sich nicht selbst die Sicht nehmen. Wenn der Stamm über 1 m nach hinten herausragt, muss ein roter Wimpel oder ein rotes Tuch zur Kennzeichnung daran befestigt werden.

Unser Tipp: Der lebende Weihnachtsbaum
Warum eigentlich einen gefällten Baum kaufen? Wie wäre es mit einem Nadelbäumchen im Topf? Grundsätzlich können Sie sich für jede immergrüne Nadelbaumart entscheiden, schauen Sie einfach mal in die Baumschule Ihres Vertrauens. Wichtig ist, dass Sie sich über die spätere Größe des Baumes erkundigen, schließlich können ausgewachsene Tannen bis zu 20 Meter hoch werden. Es gibt aber auch eine große Auswahl an Zwerggehölzen.

Für die Festtage gilt zu beachten: Der lebende Weihnachtsbaum sollte nicht viel länger als eine Woche im beheizten Wohnzimmer bleiben, da die warme Luft den Nadeln Feuchtigkeit entzieht - deshalb das Bäumchen von Zeit zu Zeit mit Wasser besprühen. Wichtig ist außerdem, dass der Baum auf seinem Weg vom Garten in die Wohnung und wieder zurück keinen Temperaturschock erleidet. Um wieder fit für Kälte und Frost zu werden, sollte er an einem kalten, aber frostfreien Ort (z.B. in der Garage) zwischengelagert werden, bevor er zurück ins Freie darf.

Wenn Sie diese Regeln beachten und ihren Baum pfleglich behandeln, steht einer langjährigen Freundschaft eigentlich nichts mehr im Weg.

Ihr Weihnachtsbaum - so individuell wie sie selbst!

Welcher Christbaum-Typ sind Sie? Der Christbaum sagt mehr über die Persönlichkeit aus, als Sie denken! Um herauszufinden, welche Schmuckvariante für Sie die richtige ist, stellen wir Ihnen die wichtigsten Weihnachtsbaum-Typen kurz vor.

Der historische Weihnachtsbaum

Der erste nachweisbare Weihnachtsbaum wurde 1605 in Straßburg aufgestellt. Zwar noch ohne Kerzen, doch wurden die Zweige mit Äpfeln geschmückt (aus diesem Brauch dürften sich die später so beliebten Christbaumkugeln entwickelt haben). Vielleicht etwas spartanisch, aber immerhin historisch korrekt!

Der Prunk-Baum
Der Rolls Royce unter den Christbäumen: Christbaumkugeln im Überfluss, Lametta bis sich die Zweige biegen, künstliches Schneespray und ca. 150 Kerzen machen diesen Weihnachtsbaum zum Statussymbol für die oberen 10.000 (und solche die es gerne wären).

Öko-Baum im Landhausstil
Darf es ein bisschen Natur sein? Auf den Öko-Baum dürfen nur Dinge, die nicht glitzern: Strohsterne, niedliche Holzfigürchen, Kerzen aus echtem Bienenwachs, vielleicht noch ein paar Papiersterne. Fertig.

Der Schnäpschen-Baum
In Trinker-Kreisen sehr beliebt: Einziges Schmuck-Utensil sind kleine Underberg-Fläschchen, die mit Bindfaden an den weihnachtlichen Zweigen befestigt werden. Was will man mehr, prost!

Der Zurück-zur-Natur-Baum
Für viele unvorstellbar, doch es gibt sie: Naturfreaks und Christbaum-Puristen, die den Tannenbaum als Naturschönheit betrachten. Keine Kerzen, kein Schmuck, nichts. Warum dann überhaupt ein Baum, könnte man sich fragen?

Der blinkende Ampel-Baum
Fahren Sie in den nächsten Baumarkt und kaufen Sie alles, was Sie an bunt blinkenden Lichterketten finden können (nichts für nervöse Menschen). Bei dieser Weihnachtsbaum-Variante sollten Sie allerdings Ihre Stromrechnung im Auge behalten.

Der exotische Südsee-Baum
Weihnachten unter der Yucca-Palme? Spart Geld und ist mal was anderes! Behängen Sie Ihre Zimmerpflanze mit exotischen Früchten und legen Sie statt den Regensburger Domspatzen Ihre Bob Marley Platte auf. Aber Vorsicht: Man könnte Sie womöglich für einen Exzentriker halten!

So bleibt ihr Baum lange grün und frisch

Die Entscheidung ist gefallen, der Weihnachtsbaum eingesackt. Ob selbst gefällt oder gekauft – nun steht die Tanne bei Ihnen daheim und Sie stellen sich die Fragen: Wie ist der Baum bis Heiligabend am besten aufzubewahren? Wie bleibt er lange grün und frisch? Hier sind unsere Frischhalteipps:

Lagerung bis Heiligabend

Bis zum Fest sollte der Weihnachtsbaum möglichst kühl und windgeschützt gelagert werden, da Sonne und Wind ihn sonst schnell austrocknen lassen. Das Verpackungsnetz sollte noch nicht entfernt werden. Ein günstiger Ort der Aufbewahrung ist der Garten, wo der Baum idealer Weise unter einer Hecke gelagert wird. Auch eine kühle (Tief-) Garage oder ein sonnen- und windgeschützter Balkon bieten sich zur Aufbewahrung des Christbaumes an.
Sollten Sie den Baum nicht kühl und windgeschützt unterbringen können, besteht bei vielen Händlern die Möglichkeit, den Christbaum zurücklegen zu lassen, damit er frisch bleibt. Fragen Sie beim Kauf einfach nach.

Kurz vor der Aufstellung

Einen Tag bevor Sie den Baum schmücken möchten, sollten Sie ihn im Ständer aufstellen und ihn von seinem Netz befreien, damit die Zweige zurückfallen und sich die Nadeln des Baumes entfalten können. Entfernen Sie das Netz jedoch erst, wenn der Baum gerade im Ständer steht – so erleichtern Sie sich die Arbeit.

Im Rampenlicht

Der Baum sollte möglichst leicht im Wasser stehen. Die meisten herkömmlichen Ständer bieten die Möglichkeit, Wasser einzufüllen. Für besonders große Bäume gibt es spezielle Baumständer mit Wasserbehälter.

Steht der Baum am gewünschten Ort, sollten Sie ihn einmal am Tag mit einem Wasserzerstäuber befeuchten, da die Nadeln in beheizten Räumen schnell austrocknen.

Mit der Beachtung dieser Tipps wird Ihr Weihnachtsbaum lange grün und frisch bleiben und  Sie werden viel Freude an ihm haben.

Der kleine Weihnachtsbaum sprach zu seinen Eltern

Der kleine Weihnachtsbaum sprach zu seinen Eltern: „Sagt mal, woran liegt es, dass unsere Verwandten, Bekannte und Freunde jedes Jahr zur gleichen Zeit auf einmal verschwinden und wir sie erst ganz viel später wieder sehen?“

Die Eltern vom kleinen Weihnachtsbaum antworteten darauf: „Kleiner Weihnachtsbaum das liegt daran, dass sie am Ende des Jahres von Menschen geholt werden und dann wenn sie nicht mehr von ihnen gebraucht werden kommen sie meist zurück.“

Verdutzt schaut der kleine Weihnachtsbaum zu seinen Eltern hinauf: „Aber wieso werden sie denn von den Menschen geholt, „für was denn? Und wieso fing es mit meinem Ur-Ur-Ur Großeltern an?“ Langsam beugt sich Mutter Weihnachtsbaum herunter und schwenkt mit ihren Ästen: „Weißt du kleiner Weihnachtsbaum, du musst wissen, manche von uns werden von den Menschen geholt, die es gut mit ihnen meinen, aber wiederum gibt es auch einige von uns, welche von den Menschen geholt werden, die es aber nicht gut mit ihnen meinen.“

Darauf sagt der größte, reifeste und schönste Weihnachtsbaum von allen Bäumen, die dort waren: „Ihr müsst das eurem kleinen Weihnachtsbaum schon genauer erklären, sonst versteht er dies doch nicht!“ Aufeinmal fängt einer der anderen Weihnachtsbäume laut an zu lachen und ruft: „Haha, der kleine Weihnachtsbaum sowie die ganzen anderen kleinen Weihnachtsbäume unter uns werden das schon noch an dir sehen, du bist immerhin der nächste, welcher geholt wird.“ Schließlich zeigt sich der größte Weihnachtsbaum im vollstem Stolz und sagt: „Ich weiss, dass ich der nächste sein werde, denn ich bin nun der schönste und reifeste von uns allen hier und so einen wunderschönen Weihnachtsbaum wie mich bevorzugen die Menschen einfach! Ihr müsst hier noch eine sehr lange Zeit verkümmern, im Regen, im Schnee und in der Kälte bis euch mal jemand sieht und mitnimmt.“

Nun ist es Nacht geworden und alle Weihnachtsbäume schlafen, die jungen sowie die alten. Es fängt stark an zu schneien und ein eisekalter Wind weht durch die Lüfte. Es ist so kalt, dass fast alle Weihnachtsbäume nicht richtig schlafen können. Die kleinen Weihnachtsbäume unter ihnen träumen vom Wachsen und die großen unter ihnen träumen von Schmuck, Wärme und Kachelöfen, denn sie wissen schon aus Erfahrung heraus, wie gut es ihnen später gehen kann, wenn sie eines Tages von den Menschen geholt werden.

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