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20.05.2014

Briefe an die Redaktion: 20.05.2014

Von: Karl-Heinz Kniep
Wir zerschlagen, was wir mühsam aufgebaut haben – Ablehnung Wohnbebauung Dr.-Leber-Straße!

Es ist schon ein Novum, das die Gemeindevertretung Selmsdorf dem Ansinnen des Vorhabenträgers Lübecker Bauverein folgt, ihr Grundstück in der Dr.-Leber-Straße aufzuwerten. Mit dem im Januar 2014 einstimmig gefassten Entwurfs- und Auslegungsentwurf, sollte am 15.05.2014 folgend der Abwägungs- und Satzungsbeschluss verabschiedet werden.

Den Sinneswandel von Willi Mühlenberg und Detlef Lüth (BfS) Anfang Mai gegenüber Christian Albeck (SPD) und Karl-Heinz Kniep (CDU) den Bebauungsplan zuzustimmen, erfolgte in der Sitzung und vor „ihren“ Wählern ein unverständliches NEIN. Selbst Marcus Kreft (SPD), der für ein NEIN, sogar Manuela Scherlipp (WPS) aktivierte,  stellte sich gegen seine vorherige Befürwortung. Aussagen, wir sind davon ausgegangen, das mit den Pächtern gesprochen wurde, zeigt eigentlich die Naivität und das fehlende Verständnis des bereits über Jahre bestehenden Umwandlungsprozesses.
Unter diesem Aspekt lassen sich Wahlen gegebenenfalls aus einem erweiterten Blickwinkel betrachten und die eigene Wahl-Strategie entsprechend ausrichten.

Aber verlässliche  Politik sieht anders aus und Investoren in solch prekäre Lage zu bringen, lockt auch keine weiteren Investoren an. Ist ja auch egal, Hauptsache erst einmal den 25.5. hinter uns bringen.

Rederecht für „alle“ zu einem Tagesordnungspunkt gibt es eigentlich nicht, aber an diesem Abend in Selmsdorf. Bürgermeisterkandidat Udo Gutschke meinte dann auch, warum wurden die Bürger nicht einbezogen und warum fand kein Bürgerforum statt? Auch nicht aufgepasst Herr Gutschke, Vorhabenträger ist der Lübecker Bauverein und hier steht der Sachverhalt in deren Verantwortungsbereich. Darüber hinaus hatte die Gemeindevertretung Selmsdorf in insgesamt fünf Bauausschuss- und zwei Gemeindevertretersitzungen dieses Thema behandelt und der Satzungsbeschluss einen Monat ausgelegen. Noch mehr geht nicht!

Dass die fünf Kleingärtnerfamilien von einer Zumutung, fehlendes Miteinander ihrer Enttäuschung Luft machten, kann man bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen.    Im Umkehrschluss hat aber die Gemeindevertretung und hier insbesondere Albeck, Hitzigrat und Kniep ihr Miteinander mit den Betroffenen praktiziert, in dem sie die Aufgabe der Gärten und somit den Beginn der Baumaßnahme erst ab 2017 festschreiben lassen hat. Nicht vergessen sollte man, dass die Flächen in Zuständigkeit des Lübecker Bauvereins stehen und somit als Vorhabenträger fungieren. Das Vorhaben zur lukrativen Umwandlung des Innenbereiches in fünf Baugrundstücke mit entsprechenden Lösungen von 60 Parkplätzen und 1000 m² Freifläche für die Mieter der 2x4 WE, hatte die Gemeinde Selmsdorf nur positives abringen können.

Dem Lübecker Bauverein wurde vor den Kopf gestoßen und Konsequenzen hieraus wird es sicherlich geben, aber diese hat dann die Gemeindevertretung  nicht zu vertreten.