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24.07.2015

Best of SPD(3) – Mein Blog zum Themenlabor der GZW-Selmsdorf, Ausgabe Sommer 2015, Nr. 2- Meine, Deine, Unsere Straßen-LED

Licht ist schön! Wir brauchen Licht, um glücklich zu sein. Um Straßen, Parkhäuser und öffentliche Plätze sicherer zu machen, helfen wir uns mit künstlich erzeugtem Licht. Das ist zwar praktisch, aber lange nicht so schön wie natürliches Tageslicht. Vor allem, weil es viel Geld kostet. Heute sorgen zu fast fünfzig Prozent Quecksilberdampf-Hochdrucklampen auf unseren Straßen für Licht – eine Technik, die es schon seit den 1930er Jahren gibt. Verständlich, dass sie nicht gerade den technischen und umweltschonenden Ansprüchen des 21. Jahrhunderts gerecht werden. Zwar bieten sie mit ihrem weißen Licht eine gute Farbwiedergabe, haben aber eine schlechte Lichtausbeute. Soll heißen, man benötigt sehr viel Energie, um solch einer Lampe schönes helles Licht zu entlocken. Kein Wunder also, dass man für die Straßenbeleuchtung dringend energieeffizientere Lösungen braucht.

Gut ein Drittel aller Straßenlaternen in Deutschland machen sogenannte Natriumdampf-Hochdrucklampen aus. Diese Technik spart gegenüber Quecksilberdampf-Hochdrucklampen ca. 30 Prozent Energie ein. Außerdem haben sie eine längere Lebensdauer, weshalb sie seltener gewartet werden müssen. Klar, das spart Geld.

Die Zukunft der Straßenbeleuchtung gehört allerdings den LED-Lampen. Sie brauchen deutlich weniger Energie als die bisherigen Straßenleuchten und reduzieren den CO2-Ausstoß sowie die Energiekostenbelastung enorm. Während die herkömmlichen Quelcksilberdampf-Hochdruklampen pro Leuchte etwa 178 Watt benötigen, sind es bei den LEDs gerademal 25 Watt. Jedes Jahr können so pro LED-Straßenlaterne ca. 627 Kilowattstunden Energie eingespart werden (durchschnittliche Jahresbetriebsdauer von 4.100 Stunden). Das ist gut für unseren Geldbeutel, für unser Klima und deshalb am Ende auch für unsere Gesundheit.

Auf jeden Fall gilt: Genauso wie wir alle zu Hause, auf der Arbeit und in den Schulen dazu aufgerufen sind, Energie einzusparen, Kosten zu senken und die Umwelt zu schonen, besteht für Energiekonzerne und Kommunen dringender Handlungsbedarf. Und weil Kerzenschein als Straßenbeleuchtung im Mittelalter-Style irgendwie auch nicht mehr geht, müssen wir eben in moderne Technologien investieren.

....wir arbeiten noch dran!