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21.04.2009

Spargel-Special

Spargel galt schon bei den alten Römern als Edelgemüse - wenn auch meist in der grünen Variante. In der Region Selmsdorf hat weißer Spargel Tradition. In unserem Spargel-Special haben wir für Sie Wissenswertes, Historisches und Kulinarisches zum Thema zusammengestellt. Wir wünschen gute Unterhaltung - und GUTEN APPETIT.

Geschichte


Der Spargel (lateinisch "asparagus") ist seit über 4000 Jahren bekannt. Schon bei den alten Ägyptern, Römern und Griechen wurde er angebaut und kultiviert. König Ludwig XIV. ist es zu verdanken, dass der Spargel für die Neuzeit wiederentdeckt wurde - bei Hof war er wegen seines feinen Geschmacks außerordentlich beliebt.

Anbau

Hierzulande wird der meiste Spargel in Niedersachsen angebaut, gefolgt von Nordrhein-Westfalen und Brandenburg. Aber auch südliche Länder wie Griechenland, Spanien oder Marokko liefern das edle Gemüse. Auch im Münsterland wird Spargel angebaut. Der Füchtdorfer Spargel gilt als besonders lecker. Die Nachfrage nach Spargel ist allerdings viel größer als das Angebot. Daher importiert Deutschland Spargel auch aus Frankreich, Italien, Holland, Israel, Spanien und Ungarn.

Spargelpflanzung

Spargel ist eine sehr beliebte, aber teure Gemüsepflanze. Das ergibt sich aus dem aufwendigen Anbau und der kurzen Erntezeit. Früher wurde beim Spargel die Nachtzucht aus Samen gewonnen, heute verwendet man vorwiegend Pflanzenteile, die nachgezüchtet werden. Diese Pflanzen werden beim weißen Spargel einjährig in gut vorbereiteten Böden in Gräben gepflanzt und nach dem ersten Standjahr eingeebnet. Nach zwei Jahren wird ein Damm aufgeschüttet und dann kann zum ersten Mal gestochen werden, aber nur bis Anfang Juni. Erst ab dem vierten Jahr nach der Pflanzung setzt die volle Ernte ein.

Saison

Früher war Spargel in Deutschland ein Saison-Gemüse. Heute ist er durch Importe das ganze Jahr über erhältlich. Kenner schwören aber auf heimischen Spargel: Wenn Mitte April die Schonzeit für Spargel endet, beginnen für Sie wieder die feineren Mahlzeiten. Deutscher Spargel wird nämlich nur von Mitte April bis zum 24. Juni gestochen.

So gesund ist Spargel

Auf Spargel freuen sich nicht nur Zunge und Gaumen, sondern der ganze Körper, denn er wird auch als Heilpflanze geschätzt: Spargel regt den Stoffwechsel an, unterstützt die Leber-, Nieren- und Lungenfunktion und verhilft zu reiner Haut. Spargel ist kalorienarm und reich an Vitamin C, Kalium, Calcium, Natrium und Eiweiß. Für Schlemmer, die Wert auf ihre schlanke Figur legen, ist Spargel das ideale Gemüse, da er sehr kalorienarm ist. 100 g gekochter Spargel enthält ca.: 95 g Wasser, 1,7 g Eiweiß, 0,11 g Fett, 1,5 g Kohlenhydrate, 13 kcal (52 kJ), außerdem Kalium, Phosphor, Calcium, Natrium und die Vitamine A, B1, B2, Niacin und Vitamin C.

Spargelsorten

Es gibt weißen, grünen und violetten Spargel. Der weiße Spargel ist in Deutschland am beliebtesten. Er wächst auf humushaltigen, sandigen Böden und ist an seinem geraden Wuchs erkennbar, da er sich nicht durch feste Erde arbeiten muss. Weißer Spargel schmeckt besonders zart und mild, muss aber - im Gegensatz zu grünem Spargel - geschält werden.

Grüner Spargel wächst oberirdisch auf leichten bis mittelschweren Böden und wird durch Sonnenlicht grün. Er wird bei der Ernte kurz über dem Boden abgeschnitten und muß nicht geschält werden. Er hat einen kräftigen, etwas herben Geschmack.

Violetter Spargel wird besonders in Frankreich und in der Schweiz bevorzugt. Geschmacklich liegt er zwischen dem weißen und dem grünen Spargel. Er muss wie der weiße Spargel geschält werden.