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01.11.2012

Sicherheitstipps der Selmsdorfer Feuerwehr rund um den Weihnachtsbaum

Von: Kniep

Alle Jahre wieder kommt es zu verheerenden Bränden durch vergessene Kerzen auf Adventsgestecken. Brennende Tannenbäume, in Brand geratene Dekorationsmaterialien, defekte oder falsch eingesetzte Lichterketten und vieles mehr halten die Feuerwehr in Atem und führen zu Einsätzen, bei denen leider oft auch Menschen verletzt werden. In Anbetracht hoher Sachschäden, die bis in die Millionenhöhe reichen können, erscheint eine elektrische Lichterkette in einem ganz anderen Licht und ist aus Sicht des vorbeugenden Brandschutzes zu empfehlen.

So verhalten Sie sich richtig:

  • Brennende Kerzen auf Adventskränzen, Gestecken, Weihnachtspyramiden oder an Christbäumen dürfen nie unbeaufsichtigt sein. Auch wenn man den Raum nur kurzfristig verlässt, sollten sie auf jeden Fall ausgelöscht werden. Besondere Vorsicht ist bei bereits ausgetrockneten Adventskränzen oder Gestecken geboten. Hier raten die Experten der Feuerwehr: „Bitte die Kerzen nicht mehr anzünden“. Übrigens: Die Verwendung von frisch geschnittenem Grün, eine kühle Lagerung der Gestecke (über Nacht) und gelegentliches Befeuchten mittels Wasserzerstäuber tun ihr Übriges.

  • Adventskränze stehen sicherer auf nicht brennbaren Untergründen. Gut zu verwenden sind hier temperaturbeständige Keramik-, Glas- oder Metallteller. Eine Tischdecke ist zwar hübsch, erhöht aber das Brandrisiko. Deshalb, besser darauf verzichten.

  • Offenes Feuer zieht Kinder magisch an. Deshalb insbesondere kleine Kinder nie alleine in der Nähe brennender Kerzen lassen. Streichhölzer und Feuerzeuge sollen auf jeden Fall sicher vor Kindern aufbewahrt werden.

Augen auf beim Christbaumkauf

  • Schon beim Kauf ist darauf zu achten, dass der Baum möglichst frisch geschlagen ist. Alte Bäume trocknen viel schneller aus, sind leicht entzündlich und stellen somit eine größere Gefahr dar. Bis zum Aufstellen den Baum im Freien lagern, so bleibt er länger frisch. Ein schwerer Baumständer mit Wasserdepot sorgt für optimale Standsicherheit und hält den Baum länger frisch.

  • Auch der richtige Standort soll unter Sicherheitsaspekten aufgewählt werden: Bitte den Baum (gilt auch für Adventsschmuck) nicht in die Nähe von Gardinen oder sonstigen leicht brennbaren Einrichtungsgegenständen aufstellen! Schon ein leichter Windzug beim Fenster- oder Türöffnen kann genügen, um ein Feuer zu entfachen.

  • Wachskerzen am Baum nur in Halterungen stecken, die aus nicht brennbaren Materialien bestehen. Weiter zu beachten ist, dass Kerzen nicht unmittelbar unter einem Zweig oder brennbarem Baumschmuck angebracht werden (Achtung: Auch elektrische Kerzen haben heiße Oberflächen)!

  • Beim Anzünden der Kerzen die Reihenfolge von oben nach unten einhalten. Hierdurch soll gewährleistet werden, dass die Kleidung kein Feuer fängt! Beim Auslöschen der Kerzen ist von unten nach oben vorzugehen. Aus Sicherheitsaspekten raten Feuerwehrleute zu elektrischen Lichterketten! Übrigens: Brennende Wunderkerzen gehören an keinen Weihnachtsbaum!

  • Ein trockener Baum brennt – wenn er erst einmal Feuer gefangen hat - mit rasender Geschwindigkeit ab! Daher: „Immer einen vollen Wassereimer oder eine Löschdecke bereitlegen“!

Wenn es doch einmal brennt: Notruf 112

Ist es trotz aller Vorsorgemaßnahmen doch zu einem Brand gekommen so ist über die Notrufnummer 112 sofort die Feuerwehr zu alarmieren. Auch bei diesem Telefonat gibt es einige wichtige Regeln zu beachten, die dem Disponenten am anderen Ende der Leitung, sowie den Kräften die zur Einsatzstelle fahren, die Arbeit erleichtern. Hier der wesentliche Inhalt eines Notrufs:

1. WER ruft an? (Name des Anrufers)

2. WAS ist passiert? (Unfall, Feuer, usw.)

3. WO ist es passiert (Strasse, Hausnummer, Stadtteil, Geschoss usw.)

4. WIEVIELE Personen sind betroffen?

5. WELCHE Verletzungen?

6. WARTEN auf Rückfragen des Disponenten!


Eigene Löschversuche sollten nur dann unternommen werden, wenn man sich selbst oder andere dabei nicht in Gefahr bringt!

  • Beim Verlassen der Brandwohnung sind alle Fenster und Türen zu schließen, der Wohnungsschlüssel mitzunehmen und gegebenenfalls die Nachbarn zu informieren.
      
  • Wichtig! Machen Sie sich gegenüber der eintreffenden Feuerwehr und dem Rettungsdienst bemerkbar und weisen Sie die Rettungskräfte ein“!

  • Wenn Sie eine Wohnung oder ein Haus aufgrund von Rauch im Treppenraum oder eines Feuers nicht verlassen können, dann sind alle Türen zum Treppenraum zu schließen und die Türschlitze mit nassen Tüchern abzudichten, damit kein giftiger Rauch in die Wohnung eintritt.

  • Anschließend einen Raum aufzusuchen, der möglichst weit vom Brandherd liegt und ein Fenster oder einen Balkon zur Straßenseite hat. Hier kann man frische Luft einatmen, sich gegenüber den eintreffenden Einsatzkräften bemerkbar machen und über Leitern gerettet werden.

  • Haben Sie eine Hausratversicherung? Viele Schäden werden darüber (außer bei grober Fahrlässigkeit) reguliert.   
                                                  
  • Die Brandbekämpfung der Feuerwehr ist zwar kostenlos, aber eine Brandschadenbehebung kann rasch teuer werden.

Rauchmelder retten Leben!

Die Brandgefahr ist nie zu unterschätzen: Rund 600 Menschen sterben jährlich in Deutschland an Bränden, die Mehrheit davon in Privathaushalten. Tödlich ist bei einem Brand in der Regel nicht das Feuer, sondern der Rauch. Bereits drei Atemzüge hochgiftigen Brandrauchs können tödlich sein, die Opfer werden im Schlaf bewusstlos und ersticken dann. Der laute Alarm des Rauchmelders warnt Sie auch im Schlaf rechtzeitig vor der Brandgefahr und gibt Ihnen den nötigen Vorsprung, sich und Ihre Familie in Sicherheit zu bringen und die Feuerwehr zu alarmieren.

Die Feuerwehr Selmsdorf wünscht allen Selmsdorferinnen und Selmsdorfern sowie ihren Gästen eine gesegnete, besinnliche und schadenfreie Weihnachtszeit.