Kinderrechte - für Dich übersetzt


Die Kinderrechte ganz allgemein

Das Jahr 1979 war auf der ganzen Erde das Jahr des Kindes. Damals regte die polnische Regierung an, ein für alle Länder verbindliches Übereinkommen zu den Rechten der Kinder zu machen. So entstand die Idee, eine weltweit gültige Kinderrechtskonvention zu schaffen. 1989 war dann endlich ein Vertrag fertig und wurde durch die Vereinten Nationen beschlossen.

Damit die Kinderrechtskonvention in einem Staat wirklich gilt, muss noch in diesem Staat zugestimmt werden. In Deutschland hat das Parlament, der Bundestag, zugestimmt, so dass die Kinderrechtskonvention seit dem 5. April 1992 in Deutschland gilt. Inzwischen haben 191 Staaten der Kinderrechtskonvention zugestimmt.

Das Übereinkommen macht deutlich, dass es ganz besonders um die Rechte der Kinder in der Dritten Welt geht, wenn auf der Erde Frieden herrschen soll. Man könnte deshalb denken, dass uns das Übereinkommen nichts angeht. Aber auch bei uns in Deutschland gibt es Kinder, deren Entwicklung gefährdet ist, die benachteiligt sind, die sich in Not befinden. Nur sieht diese Not der Kinder bei uns anders aus als in den Ländern Afrikas, Asiens oder Lateinamerikas.

Manches, was in der Kinderrechtskonvention steht, ist nur allgemein beschrieben. Deshalb müssen die einzelnen Staaten genaue Regelungen und Gesetze dazu beschließen. So steht in der Kinderrechtskonvention zum Beispiel, dass armen Kindern geholfen werden soll, damit sie genug zum Anziehen und zum Essen haben. Wie aber genau diese Hilfe aussieht, das steht nicht in der Kinderrechtskonvention. Dass muss jeder Staat selbst überlegen und genau festlegen.
 
Auch die Bundesregierung und die Regierungen der Bundesländer sind  verpflichtet, den Kindern in Deutschland all jene Rechte zu sichern, die sie nach den Bestimmungen des Übereinkommens haben. Das ist eine große Herausforderung für Politik und Gesellschaft.
Auch in unserem Land bleibt noch viel zu tun, um den Kindern überall kindgerechte Lebensverhältnisse zu schaffen. 

Alle Staaten, die dem Übereinkommen beigetreten sind, müssen dem Generalsekretär der Vereinten Nationen regelmäßig Berichte darüber vorlegen, was sie zur Durchsetzung der Rechte des Kindes erreicht, wie sie das Übereinkommen umgesetzt haben. Auch die Bundesrepublik Deutschland ist dazu verpflichtet, und muss regelmäßig Bericht über die Umsetzung der Kinderrechtskonvention geben.

Wichtige Partner der Kinder bei der Durchsetzung ihrer Rechte sind regierungsunabhängige Kinder- und Jugendorganisationen. In der Bundesrepublik Deutschland sind das unter anderem das Deutsche Kinderhilfswerk und der Deutsche Kinderschutzbund.