Jugendverbandsarbeit


Jugendverbände sind freiwillige Zusammenschlüsse junger Menschen mit dem Ziel , invividuelle, soziale und politische Orientierung durch Erziehung und Bildung zu Vermitteln und damit die Herausbildung der persönlichen Identität und Wertorientierungen herauszubilden. Diese Aufgaben nehmen sie eigenständig neben den Erziehungsinstanzen Familie, Schule und Beruf wahr. Ihre wichtigsten Aufgaben sind Freizeitgestaltung und Interessenvertretung und insbesondere die Verknüpfung beider Bereiche. Grundlegende Charakteristika ihrer Tätigkeit sind Freiwilligkeit, Wertgebundenheit, Selbstorganisation und Ehrenamtlichkeit." (Fachlexikon der Sozialen Arbeit, S. 532).
Die Jugendverbände können grob in konfessionell (z.B. Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend), politisch (z.B. Jungsozialisten der SPD), gewerkschaftlich (DGB- Jugend), freizeitbezogene (z.B. Deutsche Sportjugend) und fachlich orientierte Gruppen eingeteilt werden. Auf den verschiedenen staatlichen Ebenen haben sich die Jugendverbände in den meisten Fällen in Jugendringen zusammengeschlossen. Die bedeutendsten überregionalen Verbände sind Mitglieder im Deutschen Bundesjugendring.
Um ihre Aufgaben wahrnehmen zu können, werden die Jugendverbände von den verschiedenen staatlichen Ebenen gefördert. Die gesetzliche Grundlage dafür ist § 12 SGB VIII:

§12 Förderung der Jugendverbände

1) Die eigenverantwortliche Tätigkeit der Jugendverbände und Jugendgruppen ist unter Wahrung ihres satzungsgemäßen Eigenlebens nach Maßgabe des § 74 zu fördern.

(2) In Jugendverbänden und Jugendgruppen wird Jugendarbeit von jungen Menschen selbst organisiert, gemeinschaftlich gestaltet und mitverantwortet. Ihre Arbeit ist auf Dauer angelegt und in der Regel auf die eigenen Mitglieder ausgerichtet, sie kann sich aber auch an junge Menschen wenden, die nicht Mitglieder sind. Durch Jugendverbände und ihre Zusammenschlüsse werden Anliegen und Interessen junger Menschen zum Ausdruck gebracht und vertreten.