Gewalt


Gewalt

Gewalt im häuslichen Umfeld ist ein weltweites Problem und die häufigste Form von Gewalt gegen Frauen.

Sie existiert aber auch in unserer nächsten Umgebung und ist immer noch ein Tabu in unserer Gesellschaft. Und gerade weil ein Großteil dieser Gewalttaten im privaten Bereich, im Verborgenen stattfindet, ist es für die Betroffenen oft sehr schwer, ihrer bedrückenden Realität zu entfliehen. In Deutschland ist jede vierte Frau von Häuslicher Gewalt betroffen.

Meistens sind es Frauen, die in der Ehe oder ihrer Beziehung Opfer von Gewaltausbrüchen des Partners werden. Sehr schnell stehen die Geschädigten vor einem Berg riesiger Probleme, nicht nur, wenn auch Kinder von der Gewalt betroffen sind.

Für Frauen, die einen Ausweg aus ihrer schweren Situation suchen, ist das Frauenschutzhaus ......... eine erste Anlaufstelle. Hier finden Betroffene bereits seit 1993 mit ihren Kindern einen Ort, der ihnen Schutz, Verständnis und Unterstützung bietet.

Betroffenen Frauen wird im Frauenschutzhaus ......... dabei geholfen,

  • persönliche und rechtliche Probleme zu lösen, 
  • Ämter und Behörden aufzusuchen und
  • ihre Kinder in Kindergärten und Schulen unterzubringen.

Für viele war das ........... Frauenschutzhaus lange die einzige Möglichkeit, um der konfliktreichen Situation zu entkommen. Doch längst hat auch die Polizei mehr Möglichkeiten, indem sie etwa dem Aggressor für eine Woche den Zugang in die eigene Wohnung verbieten kann. In dieser Zeit müssen sich die Opfer darüber klar werden, wie ihr Leben weiter gehen soll.

Es gilt viel mehr für die Opfer tun. Dazu gehört auch, dass Polizei, Frauenschutzhaus, Jugend- und Sozialamt, Justiz, Kriminalpräventiver Rat,  Opferverbände und weitere Initiativen besser miteinander vernetzt werden.

 

Mädchenzuflucht: 

Die Mädchenzuflucht ......... ist eine Kriseninterventionseinrichtung der Jugendhilfe (§42 SGB VIII Kinder- und Jugendhilfe: Inobhutnahme) für Mädchen und junge Frauen im Alter von 12-21 Jahren. Insbesondere wenn Du psychische, physische oder sexualisierte Gewalt und familiäre Krisen erlebt hast, findest Du hier Beratung und vorübergehend eine anonyme Unterkunft und Betreuung, bis Deine weitere Perspektive geklärt ist.

Die Bearbeitung der Krisensituation und das Finden einer Lösung erfolgt einzelfallbezogen und benötigt daher einen individuellen Zeitrahmen. Dabei sollte die Aufenthaltsdauer drei Monate nicht überschreiten. Die Aufnahme in die Zuflucht erfolgt unbürokratisch, (d.h. Du musst dafür keinen Antrag stellen) und auf eigenen Wunsch der Betroffenen. Die Bitte um Aufnahme und die eigene Einschätzung sich in einer Krisensituation zu befinden und Hilfe zu benötigen, ist dabei ausreichend.

Nach dem ersten Kontakt am Krisentelefon erfolgt eine Beratung außerhalb der Zuflucht zur Klärung der Situation. Die Hilfesuchende und die Zufluchtsmitarbeiterin besprechen dabei die Krisensituation und fällen die Entscheidung zur Aufnahme in die Einrichtung.