Frühling ist für viele die schönste Jahreszeit.

Die Tage werden länger, die Natur erwacht, es entsteht neues Leben, Blumen beginnen zu blühen, die Vöglein zwitschern und der Winter die kalte und dunkle Jahreszeit, geht endlich zu Ende.

Besuchen Sie unser Special zum Frühling und/oder versenden Sie kostenlos Opens external link in new windowdigitale Frühlingsgrüße.

Der Frühling

Frühling, auch Frühjahr oder literarisch Lenz ist eine der vier Jahreszeiten der gemäßigten Zone. Der Frühling bezeichnet die Jahreszeit in der die Tageslängen gegenüber den Nachtlängen zunehmen.

Der astronomische Beginn des Frühlings wird auf der Nordhalbkugel der Erde um den Zeitraum der Tagundnachtgleiche - es ist genau 12 Std. hell (Tag) und 12 Std. dunkel (Nacht) - zwischen dem 19. und 21. März gesetzt.

Er endet um den 21. Juni, der Sommersonnenwende. An diesem Tag ist es genau 16 Std. hell (längster Tag des Jahres) und 8 Std. dunkel (kürzeste Nacht des Jahres).

Im Unterschied zum astronomischen wird der meteorologische Frühling auf der Nordhalbkugel den Monaten März, April und Mai zugeordnet.

Die Frühjahrstierkreiszeichen sind Widder, Stier, und Zwilling. Frühling steht für das Werden, das Entstehen neuen Lebens. Die Tage werden länger und milder, der Schnee schmilzt, die Wiesen werden grün und die ersten Blumen beginnen zu blühen.
Die Vöglein zwitschern, überall entsteht neues Leben und die Menschen sind froh, dass der Winter, die kalte und dunkle Jahreszeit, endlich zu Ende ist.

Die Menschen lechzen nach Licht, gehen spazieren, füllen die Straßencafès und genießen die ersten wärmenden Sonnenstrahlen.

Viele Begriffe und Bräuche rund um den Frühling, wie Frühlingsanfang, Frühlingserwachen, Frühlingsboten, Frühlingsblumen, Frühlingswetter, Frühjahrsputz, Frühlingsgefühle, Frühjahrsmüdigkeit, Frühjahrskuren, Frühlingsgedichte und Frühlingsfeste, zeigen die hohe Bedeutung, die der Frühling für den Menschen schon immer hatte und auch weiterhin haben wird.

Frühlingsfeste

Sammelbezeichnung für sämtliche Fest- und Feiertage zwischen März und Juni. Frühlingsfeste gibt es in vielen Kulturen. Bekannt sind das kurdische Newroz-Fest, das iranische Nouruz-Fest und das chinesische Neujahrsfest.

In vielen Kulturen ist das Frühlingsfest zugleich der Jahresbeginn - beispielsweise in allen Ländern Zentralasiens und im indischen Subkontinent.

Das neue Jahr fällt laut chinesischem Kalender in den Frühling. Dieser Termin wird ausgiebig im Chinesischem Neujahrsfest gefeiert.

Auch im westlichen Kalender lag der Jahresbeginn ursprünglich im März, was man an den auf die lateinischen Zahlen zurückgehenden Monatsnamen September (septem = sieben), Oktober (octo = acht), November (novem = neun) Dezember (decem = zehn) noch heute ableiten kann.

Neben den christlichen Festen, wie Ostern und Pfingsten stehen bei den meisten Frühlingsfesten vor allem die Vertreibung des Winters im Vordergrund.

Dabei spielen das Entzünden von Feuern, bspw. am Maitag, dem Folgetag der Walpurgisnacht oder bei den Osterfeiern,  die Vernichtung einer den Winter versinnbildlichenden Gestalt aber auch besondere Fruchtbarkeitsbräuche, wie der Maibaum  und "der Tanz in den Mai" eine große Rolle.

Auch in den christlichen Osterbräuchen findet man viele Elemente, die wie bei anderen Frühlingsfesten das Wiedererwachen der Natur und die Fruchtbarkeit symbolisieren, etwa blühende Zweige, Ostereier und Osterhasen.

Im Frühling beginnt auch die Zeit der traditionellen Volksfeste. Beispielsweise findet in der Mainmetropole alljährlich die Frühjahrsdippermess deren Ursprung bis ins 14. Jahrhundert zurückreicht, statt.

Frühlingserwachen

Wenn sich in der Natur alles regt und zu wachsen beginnt spricht man vom Frühlingserwachen. Die Tage werden länger, die Sonne lässt ihre ersten warmen Strahlen spüren, die Natur lebt auf.

Der Schnee schmilzt, die Wiesen werden grün, die ersten Blumen sprießen, die Vöglein zwitschern und beginnen mit dem Nestbau und viele Jungtiere werden im Frühling geboren.

Viele Autoren haben sich seit eh und je mit dem Lenz (literarisch für Frühling) und im Besonderen mit dem Thema Frühlingserwachen auseinandergesetzt.

Unzählige Frühlingsgedichte und Liedgut sind im Laufe der letzten Jahrhunderte dazu entstanden und werden noch entstehen.

Das folgende Frühlingsgedicht aus der Feder von Johann Wolfgang von Goethe,  der auch als Botaniker und Biologe tätig war, beschreibt das Erwachen der Natur in seiner unnachahmbaren Art:

Das Beet schon lockert, sich's in die Höh', Da wanken Glöckchen, so weiß wie Schnee Safran entfaltet, gewalt'ge Glut, Smaragden keimt es, und keimt wie Blut.Primeln stolzieren, so naseweis, schalkhafte Veilchen, versteckt mit Fleiß;Was auch noch alles, da regt und webt, Genug, der Frühling, er wirkt und lebt.

Frühlingsgefühle - wenn die Hormone Hochsaison haben

Wenn im Frühjahr die Tage länger werden, stellt der Körper den Hormonhaushalt um. Es werden verstärkt Endorphin, Testosteron und Östrogen ausgeschüttet. Die Sonne scheint, die Temperaturen werden wärmer, die Kleidung luftiger. Wir bekommen Frühlingsgefühle. Es wird geflirtet auf "Teufel komm raus" und die sexuelle Erregbarkeit steigt immens an.

Evolutionsbiologen sind der Meinung, dass dies eine Überbleibsel des geschlechtlichen Jahreszyklus darstellt, wie wir ihn bei vielen Tierarten finden. Im Frühjahr werden die Umweltbedingungen nach Ende der Frostperiode für Fortpflanzung und Jungenaufzucht günstig.

Der Melatoninspiegel im Blut sinkt, die Geschlechtsorgane treten wieder in Funktion, die Zeit der Paarung und des Brütens beginnt. Endokrinologen, Spezialisten für Hormone und Nervenbotenstoffe, erläutern dies so:
Da sind erst einmal die Sexualhormone, die verrückt spielen.

Für die enthusiastischen Gefühle, wenn wir uns verlieben, sind jedoch Nervenbotenstoffe, die sogenannten Neurotransmitter, verantwortlich:

Dopamin macht Liebe rauschhaft, besessen, aufgeregend und begünstigt die Fixierung
   auf eine Person.
Serotonin wirkt wie ein Rauschmittel. Es steigert die Erregung.
Endorphine erzeugen das Glücksgefühl, eine Hochstimmung, wie sie auch
   Marathonläufer kennen.

Wie auch immer! Schon die alten Minnesänger sahen im Frühling eine gefühlsfördernde Jahreszeit und besangen ihn ausgiebig. Alle großen Dichter haben ihre "Frühlingsgefühle" in Gedichten und/oder Liebesbriefen mit voller Leidenschaft und Inbrunst zum Ausdruck gebracht.

Und letztlich ist der Wonnemonat Mai seit alters her als Frühlings-, Liebes- und Hochzeitsmonat bekannt.

Die Frühjahrsmüdigkeit

Viele Menschen erleben im Frühjahr das Gefühl einer allgemeinen Mattig- und Müdigkeit, die sog. Frühjahrsmüdigkeit. Das Gefühl kann mit erhöhtem Schlafbedarf einhergehen. Damit nicht allein die Natur zu neuem Leben erwacht, müssen auch wir Menschen einiges tun, um die alljährlich grassierende Frühjahrsmüdigkeit zu bekämpfen.

Gebraucht werden dazu Vitamine, Vital- und Nährstoffe, die neues Leben erwecken.

Zusammen mit viel Bewegung im Freien - möglichst bei Tageslicht - und eine ausgewogene vitaminreiche Ernährung sowie viel Flüssigkeit, wie Kräutertee, Mineralwasser oder Fruchtsaft lassen sich die Lebensgeister aus dem Winterschlaf wachrütteln.

Gegen die Kreislaufbeschwerden helfen morgendliche Wechselduschen (mit der kalten Dusche aufhören) und Gymnastikübungen.

Woher kommt die Frühjahrsmüdigkeit?

Die Ursachen für die Frühjahrsmüdigkeit sind bis heute nicht ganz geklärt. Viele Wissenschaftler sehen in der Frühjahrsmüdigkeit die letzten Ausläufer der sogenannten Winterdepression.

Die Reserven an dem Glückshormons Serotonin im Gehirn sind aufgebraucht. Daher kann das unvermindert im Körper vorhandene Schlafhormon Melatonin seine Wirkung besonders gut entfalten.

Beim Serotonin handelt es sich um einen sogenannten Botenstoff, der beim Menschen für Stimmungsveränderungen verantwortlich ist. Bei zu wenig Tageslicht nimmt die Serotoninkonzentration im Gehirn ab und die gute Laune schwindet.

Zudem fehlen den Zellen und dem Blut auch Vitamin C, Vitamin D, Magnesium und Zink.

Dies macht sich bemerkbar in einer allgemeinen körperlichen Leistungsminderung, Abgespanntheit, extremer Müdigkeit und einer geringeren psychischen Reserve.

Der Fitmacher: Frühlingsmix-Kur

Zubereitung:
-> Löwenzahnblätter waschen und in Streifen schneiden.
-> Orange auspressen.
-> Apfel vierteln und Kerngehäuse entfernen.

Alle Zutaten in ein hohes Gefäß geben und pürieren. Je nach Geschmack mit Honig süßen und zusätzlich mit Orangensaft oder Buttermilch verdünnen. Trinkt man eine Woche lang regelmäßig ein Glas der Frühlingsmix-Kur ist man fit für die Frühlingssaison.