FSJ Denkmalpflege


Freiwilliges Jahr in der Denkmalpflege (FJD)

Die Tätigkeiten bei den Einsatzstellen des FJD könnte so aussehen: zum Beispiel ein Jahr lang bei der Sanierung eines alten Fachwerkhauses mitmachen. Dabei könnt Ihr mit Lehm und Stroh Gefache ausfüllen und Wände mit Lehm verputzen. Oder Ihr wandelt auf den Pfaden der Archäologie und nehmt an Grabungen teil, dabei lernt ihr die Dokumentation und Archivierung von Funden. Wer sich mehr für den planerischen Bereich interessiert, kann einen Einblick über Beratungsarbeit in der Denkmalpflege bekommen. Die Sanierung eines Gebäudes muss gründlich und sensibel geplant werden, hier ist fotografisches und zeichnerisches Geschick gefragt!

Wo erfolgt der Einsatz?
Die Tätigkeit soll vornehmlich in dezentralen Einsatzstellen erfolgen. Unter anderem gibt es Plätze in:

  • Architektur- und Planungsbüros
  • Denkmalpflegebehörden
  • der Bodendenkmalpflege
  • denkmalpflegeorientierten Vereinen
  • Handwerksbetrieben (Tischler, Maurer, Stukkateur, Steinmetz usw.)
  • Museen und kulturellen Einrichtungen

Welche Leistungen erhalten die Teilnehmer?
Die Teilnehmer/innen bekommen ein monatliches Taschengeld (in der Regel 125,- EUR), Verpflegung bzw. einen entsprechenden finanziellen Ausgleich und in Einzelfällen einen Unterkunftszuschuss. Die sozialversicherungsrechtliche Absicherung wird gewährleistet und der Anspruch auf Kindergeld besteht weiter. Die Teilnehmer/innen erhalten 26 Tage Urlaub. Das FJD bietet die Möglichkeit, die Wartezeit auf einen Studien- oder Ausbildungsplatz sinnvoll zu überbrücken. Seit dem 1. September 2002 können sich anerkannte Kriegsdienstverweigerer durch die Ableistung eines zwölf Monate dauernden Freiwilligendienstes von der Pflicht eines Ersatzdienstes befreien lassen.

Wie erfolgt die Betreuung?
Im Rahmen des FJD finden ein Einführungs- und ein Abschlussseminar statt. Schwerpunkte dieser Seminare sind beispielsweise:

  • Theorie des Lehmbaus und anderer Handwerkstechniken
  • Bauen mit Naturmaterialien (Naturfarbe, ökologische Wärmedämmung etc.)
  • Baustilkunde
  • Denkmalpflege und Bauphysik
  • Nutzung regenerativer Energien
  • thematische Exkursionen

Alle Seminare werden innerhalb eines Rahmenplanes, aber immer auch gruppenspezifisch, zusammengestellt. Es ist also Platz für eigene Vorstellungen und Wünsche.

Wer kann sich bewerben?
Voraussetzung ist die Bereitschaft, ein Jahr im Bereich der Denkmalpflege tätig zu sein. Besondere Schulabschlüsse und Ausbildungen sind nicht erforderlich. Die Vollzeit-Schulpflicht muss allerdings erfüllt sein.
Das FJD ist nicht mit einer Ausbildung gleichzusetzen. Ein Freiwilliges Jahr in der Denkmalpflege kann zwischen dem vollendeten 17. und 26. Lebensjahr geleistet werden. Das FJD wird von vielen Handwerksbetrieben und Fachhochschulen als Praktikum anerkannt. Grundsätzlich empfehlen wir aber vorher die Anerkennung zu prüfen.

Welche Fristen sind zu beachten und wie bewerbe ich mich?
Das FJD beginnt in der Regel am 1. September jeden Jahres. Es dauert jeweils vom 01.09. bis 31.08. des Folgejahres.