Erziehungsgeld


Bundeserziehungsgeld

Anspruch auf Erziehungsgeld haben Eltern:

  • die einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland haben,
  • die mit dem Kind, für das ihnen die Personensorge zusteht, in einem gemeinsamen Haushalt leben und es selbst betreuen und erziehen,
  • die nicht erwerbstätig sind oder nicht mehr als 30 Stunden wöchentlich Teilzeitarbeit leisten. 

Erziehungsgeld ist eine steuerfinanzierte, einkommensabhängige Familienleistung für Eltern, die ihr Kind, das das zweite Lebensjahr noch nicht vollendet hat, betreuen.

Erziehungsgeld in Form des Regelbetrags
Der Regelbetrag wird in Höhe von bis zu 300 Euro monatlich für die Dauer von bis zu zwei Jahren gewährt.
Für die ersten sechs Lebensmonate beträgt die Einkommensgrenze für das Erziehungsgeld in dieser Form 30.000 Euro pauschaliertes Nettoeinkommen für ein Paar mit einem Kind und 23.000 Euro für Alleinerziehende mit einem Kind. Wird diese Einkommensgrenze nicht überschritten, besteht ein Anspruch auf den vollen Regelbetrag. Übersteigt das Familieneinkommen diese Grenzen, besteht kein Anspruch auf Erziehungsgeld. Die Einkommensgrenzen erhöhen sich für jedes weitere Kind der Familie um jeweils 3.140 Euro.

Budget-Angebot für das Erziehungsgeld
Es besteht die Möglichkeit, den Erziehungsgeldbezug auf ein Jahr zu beschränken und damit ein höheres Erziehungsgeld von monatlich bis zu 450 Euro bis zum 1. Geburtstag anstelle von monatlich bis zu 300 Euro bis zum 2. Geburtstag des Kindes zu erhalten. Dies ist eine Maßnahme, den individuellen Lebensbedürfnissen und -situationen von Familien Rechnung zu tragen. Entscheidend für das Budget ist die Einkommensgrenze in Höhe von 22.086 Euro pauschaliertes Nettojahreseinkommen bei Paaren sowie die Grenze von 19.086 Euro bei Alleinerziehenden. Übersteigt das Familieneinkommen diese Grenzen, besteht kein Anspruch auf das Budget. Die Einkommensgrenzen erhöhen sich für jedes weitere Kind der Familie um jeweils 3.140 Euro.
Einkommensgrenzen ab dem 7. Lebensmonat
Ab dem 7. Lebensmonat des Kindes gelten folgende Einkommensgrenzen für das ungekürzte Erziehungsgeld:
• für ein Paar mit einem Kind: 16.500 Euro
• für Alleinerziehende mit einem Kind: 13.500 Euro
Auch hier erhöhen sich die Einkommensgrenzen für jedes weitere Kind der Familie um jeweils 3.140 Euro.
Bei einem Einkommen bis zu dieser Einkommensgrenze wird das ungekürzte monatliche Erziehungsgeld von 300 Euro (Regelbetrag) bzw. 450 Euro (Budget) gezahlt. Bei einem Einkommen oberhalb der Einkommensgrenze verringert sich ab dem 7. Lebensmonat das Erziehungsgeld (Regelbetrag) um 5,2 % (Budget 7,2 %) des Einkommens, das die o.g. Einkommensgrenze übersteigt.
Bei Mehrlingsgeburten oder in Fällen, in denen während des Erziehungsgeldbezuges ein weiteres Kind geboren wird, wird für jedes Kind Erziehungsgeld gezahlt. Das Erziehungsgeld ist von Beginn an einkommensabhängig.

Einkommensgrenzen Maßgeblich sind in der Regel die Familienverhältnisse zum Zeitpunkt der Antragstellung. Für die ersten sechs Lebensmonate entfällt der Anspruch auf den Regelbetrag, wenn das jährliche Einkommen bei Ehepartnern, die nicht dauernd getrennt leben, 30.000,- € und bei Alleinerziehenden 23.000,- € übersteigt. Der Anspruch auf Budget entfällt, wenn das jährliche Einkommen bei Ehepartnern, die nicht dauernd getrennt leben, 22.086,- € und bei Alleinerziehenden 19.086,- € übersteigt. Ab dem 7. Lebensmonat wird das Bundeserziehungsgeld gemindert, wenn das jährliche Einkommen bei Ehepartnern, die nicht dauernd getrennt leben 16.500,- € und bei Alleinerziehenden 13.500,- € übersteigt.  Die Einkommensgrenzen erhöhen sich für jedes weitere Kind um 3.140,- €.Grundlage ist das Gesetz zum Erziehungsgeld und zur Elternzeit http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/berzgg/

(Quelle:  Sächsisches Staatsministerium für Soziales)