Überwundene Grenze


Schlagbaum hoch in Schlutup

Jahrelang, vierzehn Jahre lang, war alles tot am nördlichen Ende der Zonengrenze, wo der Eiserne Vorhang an Lübeck vorbei bis hinein in die Ostsee läuft. Jetzt herrscht da plötzlich Betrieb, wird auf beiden Seiten der künstlichen Grenze geschippt, gezimmert, montiert. An der Grenze bei Schlutup lehnen die Lübecker auf der stählernen westdeutschen Barriere und blicken hinüber über den geeggten Todesstreifen. Und staunend vermerken sie: Da werden die sowjetzonalen Sperren abgebaut.

Seit zwei Wochen sind Arbeitstrupps des „Staatlichen Straßenunterhaltungs- betrieb Rostock" dabei, die Sperrgräben zuzuschütten, das Pflaster auszubessern und die Äste der verwilderten Straßenbäume zu stutzen. Etwa zweihundert Meter weiter auf sowjetzonalem Gebiet rattert eine Planierraupe. Sie ebnet ein Feld ein, auf dem ein Parkplatz angelegt werden soll. Dicht daneben werden die Fundamente für das östliche Zollhaus abgesteckt. Wenn alles gut geht, werden dort spätestens am 20. März 1960 die ersten Kraftwagen nach Lübeck abgefertigt.

Innerdeutsche Grenze

Die innerdeutsche Grenze war jahrzehntelang ein nahezu unüberwindliches Bollwerk. Nur an wenigen Grenzübergangsstellen war ein Überschreiten der Grenze möglich, vorausgesetzt man hatte die richtigen Papiere in der Tasche. Ein solcher Grenzübergang war Selmsdorf-Schlutup, dessen westlicher Teil von der Stasi als "Feindobjekt Trave" bezeichnet wurde. Die Kontrollen auf DDR-Seite erfolgten nicht durch Grenztruppen der DDR oder Angehörige des Ministeriums des Innern, sondern durch die Passkontrolleinheiten (PKE), die zum Ministerium für Staatssicherheit gehörten.

Grenzerinnerungen

09.03.2012
Geheimes Militärkommando in Schönberg

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08.02.2012
Grenzmuseum nach Modernisierung wieder geöffnet

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04.02.2012
Grenzerinnerungen gegen das Vergessen

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15.11.2011
Die Einheit rückt wieder ins Licht

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20.10.2011
Gauck macht sich für Erhalt des Grenzmuseums stark

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01.10.2011
„In der DDR war das Thema tabuisiert“ - Aktion Kornblume

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01.10.2011
Der lange Weg zurück ins Glück - Aktion Kornblume

Und plötzlich war das Leben, das sie kannten, vorbei. Sperrgebiet, Dassow, Siedlung, halb sechs in der Früh, es ist...[weiterlesen...]


21.07.2011
Grenzmuseum wird entstaubt

50 Jahre nach dem Bau der Berliner Mauer soll das einzige norddeutsche Grenzlandmuseum in Schlagsdorf bis zum Jahr...[weiterlesen...]


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27.02.2009
Überfüllte Züge und gereizte Stimmung

Der Drang, sofort in den Westen zu fahren, war übermächtig. Man konnte in den ersten Wochen meinen, dass die Angst...[weiterlesen...]


27.02.2009
Pauschale Verurteilung der DDR geht an Realität vorbei

Zur Wendezeit – zwischen 9. November 1989 und 3. Oktober 1990 – war ich 20 Jahre alt. Von der Öffnung der Grenze habe...[weiterlesen...]


27.02.2009
Das Wunder der gewaltlosen Wiedervereinigung

Auch ich saß mit meinem Mann am 9. November 1989 vor dem Fernseher und hörte den Satz von Herrn Schabowski, ohne dass...[weiterlesen...]


28.01.2009
Illusion führte zum Mauerfall

Günter Schabowski öffnete am 9. November 1989 mit einem inzwischen berühmten Versprecher die Mauer. Das einstige...[weiterlesen...]


13.01.2009
Reinhold Hiller: „Man konnte vielen helfen“

Meine Familie ist aus Lübeck, Verbindungen nach drüben gab es nicht. Trotzdem interessierte mich die DDR . Wir konnten...[weiterlesen...]


08.01.2009
„Ossi“ und „Wessi“ sollten verschwinden

Als ich 1989 die Novemberereignisse an der Berliner Mauer und auch vorher in anderen Städten der DDR im Fernsehen...[weiterlesen...]


08.01.2009
20 Jahre brachten Gutes und Schlechtes

Nach 20 Jahren Gesamtdeutschland hat sich im Osten viel verändert. Zum Guten und für nicht wenige zum Nachteil. Zum...[weiterlesen...]


08.01.2009
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Ich fuhr das erste Mal am 12. Dezember 1989 mit meinem Vater früh von Rostock nach...[weiterlesen...]


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