Taubenproblematik


Wer Tauben füttert, bringt sie in Gefahr

  • Stadttauben ein hohes Lebensalter erreichen und durchschnittlich fünf Junge pro Weibchen und Jahr großziehen?
  • die Vermehrungsrate der Stadttauben wegen des übermäßig hohen Nahrungsangebotes wesentlich größer ist, als sie es unter normalen Lebensbedingungen wäre
  • also das Futterangebot ein wesentlicher Faktor für die Populationsstärke der Stadttauben darstellt?
  • der für jedermann erkennbare, schlechte Gesundheitszustand der Stadttauben auch auf die Fütterung zurückzuführen ist?
  • eine falsche bzw., einseitige Fütterung mit Abfällen (Brot, Pommes frites, Würstchenresten etc,) oder mit Reis, Mais und anderen Lebensmitteln die Tauben anfällig für Krankheiten und Parasiten (z. B. Milben, Flöhe, Wanzen) macht?
  • Taubenfütterung das natürliche Gleichgewicht stört und deshalb Ursache des Taubenelends ist?
  • Stadttauben aufgrund des hohen Futterangebotes einen geringen Aktionsradius haben und die durch die „Unbeweglichkeit" eingesparte Energie in die Fortpflanzung investiert wird?
  • in der Schweiz mit ihrem hochentwickelten Tierschutzrecht Taubenfütterung als Tierquälerei gilt und auch entsprechend geahndet wird?  
  • eine Stadttaube ihren gesamten Tagesbedarf an Nahrung innerhalb von fünf Minuten aufnehmen kann?
  • sich über die Futterreste auch die Ratten freuen?

Taube - Mensch - Gesundheit

Stadttauben können die verschiedensten Krankheiten auf den Menschen übertragen. Diese Gefahr Wird gelegentlich überbewertet; häufig aber auch unterschätzt. Die dichtgedrängten Nistplätze der Stadttauben sind von Voge1milben, Taubenzecken, Flöhen und Bettwanzen heimgesucht. Diese Parasiten können aus Brutplätzen in benachbarte Wohnungen auswandern und dort Mensch und Haustier befallen. Feder- und Kotstaub, aber auch die Zerfallprodukte der Parasiten, können Allergien auslösen oder verstärken. Hinzu kommt, dass Tauben als Überträger meldepflichtiger Erkrankungen im Sinne des Bundes-Seuchengesetzes in Frage kommen können. Jede Taube produziert jährlich bis zu 12 kg Nasskot. Dies führt zu massiven Verschmutzungen und Beschädigungen an Kirchen, Denkmälern, Wohn- und Geschäftshäusern. Eine Beseitigung bzw. Vermeidung dieser Verschmutzungen verursacht enorm hohe Kosten.

Praktische Lösungsansätze...

die zu nachhaltigen Verbesserungen des Stadttaubenbestandes beitragen, sind aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes, des Gebäudeschutzes und nicht zuletzt zum Schutz der Tauben selbst unumgänglich.

Fütterungsverzicht...

ist nach Ansicht der Fachleute die weitaus beste Methode, das ökologische Gleichgewicht wieder herzustellen und den Tauben zu einem artgerechten Leben zu verhelfen. Die Befürchtung, ein Fütterungsstop könne zum Verhungern der Tauben führen, ist biologisch nicht haltbar.

Gelegeaustausch, technische Vorkehrungen...

Soweit möglich, hilft der Austausch der Gelege gegen Gipseier, den Taubenbestand mittelfristig zu regulieren.
Durch technische Vorkehrungen Spanndrähte, Kunststoffnetze, Drahtgeflechte oder andere mechanische Abweiser) können Nistmöglichkeiten für Tauben unzugänglich gemacht werden. Dabei ist selbstverständlich der Tierschutz und der Schutz erwünschter Gebäudebrüter (z.B. Turmfalke und Hausrotschwanz) zu beachten.

Von Rechts wegen...

nimmt jede/r, die/der Stadttauben füttert, diese Tiere quasi in Besitz und kann somit für evtl. Schäden haftbar gemacht werden. Des weiteren kann bei Verstößen gegen das Taubenfütterungsverbot ein Verwarnungsgeld erhoben oder sogar ein Bußgeldverfahren (Geldbuße bis zu 1 000,00 €) eingeleitet werden.