Raumordnung Bund


Gesetzliche Grundlage:
Raumordnungsgesetz v. 18.08.1997 (ROG), zuletzt geändert am 15.12.1997, (BGBl. I S. 2081, 2102, 2902) Das Raumordnungsgesetz des Bundes ist ein so genanntes Rahmengesetz, d. h. es gibt für die Gesetzgebung der Länder Grundsätze und Ziele vor, die dann im Rahmen der Gesetzgebung der Länder konkretisiert werden müssen.


Die Grundsätze der Raumordnung sind u. a.:

  • Entwicklung einer ausgewogenen Siedlungs- und Freiraumstruktur
  • Erhaltung der dezentralen Siedlungsstruktur
  • Erhaltung einer großräumigen und übergreifenden Freiraumstruktur
  • Sicherung verdichteter Räume als Wohn-, Produktions- und Dienstleistungsschwerpunkte
  • Entwicklung ländlicher Räume
  • Entwicklung strukturgeschwächter Räume
  • Schutz, Pflege und Entwicklung von Natur und Landschaft, einschließlich Gewässer und Wald
  • Standortverbesserung für die Wirtschaft sowie ein
  • ausreichendes Angebot an Arbeitsplätzen
  • Dem Wohnbedarf ist Rechnung zu tragen
  • Sicherstellung der Erreichbarkeit aller Teilräume
  • Wahrung geschichtlicher und kultureller Zusammenhänge
  • Sicherung von Gebieten und Standorten für Erholung, Freizeit und Sport


Diese grundsätzlichen Aussagen finden sich wieder

  • im Landesentwicklungsprogramm Mecklenburg-Vorpommern
  • im § 1 des Baugesetzbuches

Kurz nach der Deutschen Einheit, im Jahr 1992, wurde der vom Bundesministerium für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau erarbeitete Raumordnungspolitische Orientierungsrahmen von der Ministerkonferenz für Raumordnung (MKRO) zustimmend zur Kenntnis genommen. 


Der Raumordnungspolitische Orientierungsrahmen kennzeichnet die Raumstruktur anhand folgender Leitbilder:

  • Siedlungsstruktur
  • Umwelt und Raumnutzung
  • Verkehr
  • Europa
  • Ordnung und Entwicklung

Auf dieser Grundlage beschließt die MKRO am 08.09.1995 den Raumordnungspolitischen Handlungsrahmen als ein mittelfristiges Arbeits- und Aktionsprogramm.

Um ihre Funktionsfähigkeit zu erhalten und eine geordnete Siedlungsentwicklung auch weiterhin sicherzustellen, ist nach dem Beschluss der MKRO das Prinzip der dezentralen Konzentration - insbesondere auch im regionalen Maßstab - verstärkt zur Wirkung zu bringen. Verbesserte gemeinsame Stadt-Umland-Planungen und regionale Kooperationen sind dabei notwendig.