Osterfeuer


Verzicht auf Osterfeuer - ein wirksamer Beitrag zum Klimaschutz

Die Feinstaubbelastung und die daraus resultierenden Maßnahmen wie Durchfahrtsverbote und Umweltzonen stehen zur Zeit im öffentlichen Interesse ganz weit vorn. Vor diesem Hintergrund muss auch die Tradition der Osterfeuer gründlich überdacht werden.

Da es unbestritten ist, dass bei jeder Verbrennung auch (klima)schädliche Stoffe entstehen, hat die Gemeinde Selmsdorf bereits 2007 die "Osterfeuer-Verordnung" erlassen, um das Freisetzen schädlicher Stoffe einzugrenzen.

Besonderes Augenmerk wird auf die Brennmaterialien gerichtet. Es dürfen ausschließlich trockene pflanzliche Rückstände wie Hecken- und Baumschnitt, Schlagabraum, Schnittholz oder unbehandeltes Holz verwendet werden. Der Wassergehalt des Holzes hat einen großen Einfluss auf das Brennverhalten. Je trockener das Holz ist, um so weniger Schadstoffe werden bei der Verbrennung festgesetzt. Frisch geschlagenes Holz enthält - je nach Jahreszeit und Holzart - zwischen 45 und 60 Prozent Wasser. Bei optimaler Trocknung sinkt der Wasseranteil auf 15 - 20 Prozent. Das dauert - je nach Holzart - etwa ein bis zwei Jahre (Eiche drei Jahre).

Im Rahmen von Osterfeuern wird hauptsächlich Hecken- und Baumschnitt verbrannt, der bei Pflegemaßnahmen im vorangegangenen Herbst angefallen ist. Da dieses Material noch relativ feucht ist, entstehen bei der Verbrennung vermehrt Feinstaub und klimaschädliche Stoffe.

Die Gemeinde bittet daher darum, auf die Durchführung von Osterfeuern zu verzichten. Veranstalter, die sich mit diesem Gedanken nicht anfreunden können, sollten darüber nachdenken, das Feuer deutlich kleiner ausfallen zulassen. Vielleicht kann man es im Hinblick auf die Tradition auf ein symbolisches Feuer beschränken.