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21.07.2015

Alte Länder, neue Länder – Alle feiern und Selmsdorf „bockt“

Es ist eine traurige und schmerzliche Tatsache, wo mit Mut die Freiheit, das Leben selbst zu gestalten erstritten wurde, die Wiedervereinigung der deutschen Völker. Überschattet das „Nein“ der herrschenden Selmsdorfer Politikerclique das kommende Großereignis – 25 Jahre Deutsche Einheit. Was war passiert? Der Fraktionsantrag der CDU „Herzlich Willkommen – 25 Jahre deutsche Wiedervereinigung“, wurde in der Sitzung der Gemeindevertretung Selmsdorf am 9.07.2015 zwar auf die Tagesordnung gesetzt, aber in der Abstimmung durch den Bürgermeister Marcus Kreft, einschließlich der SPD- und der BfS-Fraktion abgelehnt. Das Ergebnis der namentlichen Abstimmung protokolliert und im Amtsblatt des Amtes Schönberger Land und in der BürgerZeitung Selmsdorf abgedruckt, steht das Abstimmungsergebnis jederzeit für alle sichtbar zur Verfügung.

Mit der klaren Absage des Gemeindeparlaments ist Selmsdorf somit kein Förderer, Partner und Veranstalter für das Großereignis 25 Jahre Deutsche Einheit, ein „rabenschwarzer Tag“ zur Geschichte der deutschen Wiedervereinigung. Es sieht aber auch so aus, als ob einige Gemeindepolitiker sich im Trend des letztjährigen SPD-Dilemmas der Hansestadt Lübeck via 25 Jahre Mauerfall hingezogen fühlen. Seit dem Mauerfall vor 25 Jahren spricht der Erfolg der Gemeinde Selmsdorf Bände. Wir, das sind die Gemeindevertreter der letzten Jahrzehnte, die Macherinnen und Macher hinter den organisierten Veranstaltungen sind tief bestürzt und zugleich fassungslos über die getroffene Entscheidung. Gerade durch die geteilte Geschichte und den Fall der Mauer, sollte sich eigentlich das Bedürfnis aller Menschen so weit entwickelt haben, das Zusammenwachsen gebührend feiern zu wollen. Mit dem „Nein“ schreibt Selmsdorf als ehemaliger Grenzort (GÜST) Negativgeschichte und verklemmt sich dabei eine wirkliche deutsche Wiedervereinigung gebührend zu würdigen. Eine Radtour an diesem Tag vom Landkreis Nordwestmecklenburg inszeniert und eine auf ca. 3600 m² privat organisierte Feier auf dem Selmsdorfer Autohof (Tankstelle), verbunden mit einer 1000 Euro-Spende der Gemeinde, kann nicht das Highlight der politischen Gemeinde zum Großereignis 25 Jahre Deutsche Einheit sein. Das darf aber nicht überdecken, wie froh und dankbar wir sind über das große Glück, das wir vor 25 Jahren erfuhren. Lasst uns darauf trinken und vergesst nicht das Feiern! Und streiten dann morgen weiter darüber, was Freiheit bedeutet. Karl-Heinz Kniep
CDU-Antrag zum Lesen: www.selmsdorf-live.de/Gemeindevertretung.9035.0.html

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