Informationen zur "Neuen Influenza"


Erwartungsgemäß hat sich die neue Influenza weltweit ausgebreitet.
So gab es auch im Landkreis Nordwestmecklenburg zahlreiche Erkrankungs- und Verdachtsfälle. Insgesamt hat sich die Situation jedoch beruhigt. Es werden nur noch wenige Erkrankungsfälle gemeldet. Es ist aber von einer hohen Dunkelziffer nicht gemeldeter Erkrankungsfälle auszugehen.

Das Gesundheitsamt hat die erforderlichen Maßnahmen des Infektionsschutzes veranlasst und koordiniert jetzt die bevorstehende Impfung gegen die neue Influenza.

Zunächst sollen alle Personen geimpft werden, die unmittelbaren Kontakt zu Risikogruppen haben. Dabei handelt es sich unter anderem um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus medizinischen Berufen, aus Pflegeberufen und um Rettungskräfte.

In einer zweiten Phase sollen dann die Bürgerinnen und Bürger – insbesondere aber Menschen mit schweren Grunderkrankungen und Schwangere – geimpf werden.

Der Impfstoff für die neue Influenza soll voraussichtlich ab Ende Oktober zur Verfügung stehen.

Das Gesundheitsamt rät:

Wer grippeähnliche Krankheitszeichen hat, bleibt zu Hause und wendet sich  telefonisch an den behandelnden Arzt.

Grippeähnliche Krankheitszeichen sind z. B.:

  • Plötzlich beginnendes Krankheitsgefühl
  • Fieber > 38°C oder Schüttelfrost
  • Schnupfen, verstopfte Nase
  • Halsschmerzen
  • Husten oder Atemnot,
  • Muskel- Glieder- und /oder Kopfschmerzen.

Erkrankte sollen bis 1 Tag nach Abklingen des Fiebers zu Hause bleiben.

Eine Ausnahme bilden hier Beschäftigte mit beruflichen Kontakt zu krankheitsanfälligen Menschen wie Säuglingen, älteren Menschen oder gesundheitlich beeinträchtigten Menschen. Diese Personen sollten vorsorglich mindestens 7 Tage zu Hause bleiben.

Enge Kontaktpersonen (Personen mit direkten und längeren Kontakt zu einem /einer Erkrankten in gemeinsamem Haushalt, Lebenspartner oder  pflegerische Tätigkeit an einem Erkrankten) sollten sich für die folgenden 7 Tage nach letztem Kontakt sorgfältig auf Krankheitszeichen hin beobachten und konsequente Hygienemaßnahmen beachten.

Bei engen  Kontaktpersonen mit beruflicher Beschäftigung in einem Bereich mit gefährdeten Personengruppen gilt:

je nach Situation soll in Abstimmung mit dem Arbeitgeber bestimmt werden, inwieweit eine Kontaktpersonen, die beruflich mit gefährdeten Personen arbeitet, für 7 Tage nach dem letzten übertragungsrelevanten Kontakt in diesem Bereich eingesetzt werden kann.

Schulkinder und Kita-Kinder (Ausnahme: Kinder unter 24 Monaten oder solche mit speziellem Risiko) gehören nicht zu den gefährdeten Personengruppen.

Als gefährdete Personengruppen werden derzeit Schwangere, Personen mit chronischen Atemwegserkrankungen und anderen chronischen Erkrankungen, Immunsupprimierte, Kinder bis 24 Monate und Personen älter als 65 Jahre angesehen.