Stundenweise Entlastung zu Hause


Pflegende Angehörige haben oftmals durch die Rund-um-die-Uhr-Pflege jeden persönlichen Freiraum verloren. Eine häusliche Betreuung des Erkrankten ermöglicht dem Angehörigen, mal entspannt die Dinge zu tun, die nur schwer gemeinsam mit einem Demenzerkrankten zu Hause oder außer Haus zu erledigen sind.

Ein freier Nachmittag kann echte Entspannung von einem ansonsten sehr belastenden Pflege- und Betreuungsalltag sein.

Wann Sie die stundenweise Entlastung in Anspruch nehmen wollen, bestimmen Sie selber.

Die stundenweise Entlastung bzw. Betreuung von Menschen mit Demenz in der eigenen Häuslichkeit bieten die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege und private Pflegeanbieter (z.B. ambulante Pflegedienste, Sozialstationen, Familienunterstützende Dienste) als auch andere sozial engagierte Organisationen und Institutionen an (z.B. Alzheimer-Gesellschaften, Einrichtungen der Städte und Gemeinden).

Die Betreuung wird durch Fachkräfte oder im Rahmen eines niedrigschwelligen Betreuungsangebotes von geschulten Helferinnen und Helfern durchgeführt. Je nach Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bzw. der nachgefragten Leistung sind die Kosten bzw. Aufwendungen pro Einsatzstunde sehr unterschiedlich.

Pflegebedürftige der Pflegestufe I, II oder III können diese Aufwendungen mit der Pflegekasse nach dem >Pflegeleistungs-Ergänzungsgesetz< oder über die >Verhinderungspflege <abrechnen.<br />
Wichtig: Die Aufwendungen für die häusliche Betreuung können nur dann mit der Pflegekasse abgerechnet werden, wenn der Anbieter eine Anerkennung durch das Land NRW nach den Bestimmungen des Pflegeversicherungsgesetzes (SGB XI, § 45 b) erhalten hat oder von der Pflegekasse zugelassen ist. Fragen Sie den Anbieter nach der Abrechnungsfähigkeit mit der Pflegekasse!