Förderschulen


In Förderschulen werden Schüler unterrichtet, die wegen der Beeinträchtigung einer oder mehrerer physischer oder psychischer Funktionen auch durch besondere Hilfen in den anderen allgemeinbildenden bzw. berufsbildenden Schulen nicht oder nicht hinreichend integriert werden können und deshalb über einen längeren Zeitraum einer sonderpädagogischen Förderung bedürfen. Schulpflichtige mit diesem sonderpädagogischen Förderbedarf sind für die Dauer ihrer Beeinträchtigung zum Besuch der für sie geeigneten Förderschule verpflichtet (siehe >>Broschüre<<).

Die allgemein bildenden Förderschultypen sind:
· Schulen für Blinde und Sehbehinderte
· Schulen für Hörgeschädigte
· Schulen für geistig Behinderte
· Schulen für Körperbehinderte
· Schulen zur Lernförderung
· Sprachheilschulen
· Schulen für Erziehungshilfe
· Klinik- und Krankenhausschulen.

An den Förderschulen können Abschlüsse der übrigen Schularten erworben werden. An Schulen zur Lernförderung wird der Hauptschulabschluss ohne Teilnahme an einer besonderen Leistungsfeststellung erworben.

An den Schulen zur Lernförderung werden für Schüler der Klassen 1 bis 4 Betreuungsangebote vorgehalten, in die auch Schüler der übrigen Klassenstufen einbezogen werden können. Auch an den übrigen Förderschulen hält der Schulträger Betreuungsangebote vor.

Bei den Förderschulen gibt es Beratungsstellen, die für die Früherfassung, -erkennung und -förderung behinderter oder von Behinderung bedrohter Kinder zuständig sind. Ihnen obliegt die behindertenspezifische Beratung von Eltern und Lehrern.

Schüler an berufsbildenden Schulen, die einer sonderpädagogischen Förderung bedürfen, werden in berufsbildenden Förderschulen unterrichtet. Bildungsinhalte und -abschlüsse dieser Schulen entsprechen denen der übrigen berufsbildenden Schulen.

Bei Förderschulen sind unter bestimmten Umständen Heime einzurichten, in denen die Schüler Unterkunft, Verpflegung, familiengemäße Betreuung und eine ihrer Behinderung entsprechende Förderung erhalten.