Betreuungsgruppen


Ziele und Adressaten
Betreuungsgruppen sind ein Angebot für Menschen, die an einer Demenz leiden - wie beispielsweise der Alzheimer Krankheit.

Für pflegende Angehörige bieten die Betreuungsgruppen planbare Freiräume und die Möglichkeit, stundenweise etwas zu ihrer eigenen Entlastung zu tun.

"Schenken Sie sich diese Zeit,um mal wieder Kraft zu schöpfen, stressfrei einen Einkaufsbummel zu tätigen odereinfach mal in Ruhe ein Buch zu lesen."

In dieser Zeit wird ihr an Demenz erkrankter Angehöriger von einem geschulten Team betreut.

Betreuung und Aktivitäten
Die Betreuung findet in der Regel in Kleingruppen bis zu 8 Personen statt und wird meist einmal wöchentlich für einen Zeitraum von bis zu vier Stunden angeboten. Während diesen Stunden übernehmen eine Fachkraft und geschulte Helferinnen und Helfer die Betreuung.

Betreuungsgruppen legen besonderen Wert auf eine hohe Betreuungspräsenz, so dass in einfühlsamer Atmosphäre sehr gezielt auf die Wünsche und Bedürfnisse der erkrankten Personen eingegangen werden kann. Die meisten Betreuungsgruppen bieten eine 1: 1 oder 1: 2 Betreuung an, d.h. jede erkrankte Person wird von einer Betreuerin bzw. einem Betreuer begleitet, höchstens jedoch werden zwei demenziell erkrankte Menschen von einer geschulten Helferperson betreut.

Ein wiederkehrender Ablauf, der sich an den Bedürfnissen, Gefühlen und Fähigkeiten der Betroffenen orientiert, sorgt für Sicherheit, Geborgenheit und Orientierung. Das Ziel ist es, dass sich die Gäste wohlfühlen und in entspannter Atmosphäre gesellige Stunden mit anderen verbringen. Häufig werden altbekannte Lieder gesungen, Kaffee getrunken und kleine neue Impulse gegeben um die noch vorhandenen Ressourcen zu aktivieren.

Hinweise
Für pflegende Angehörige bieten die Betreuungsgruppen die Möglichkeit, andere Menschen in vergleichbarer Situation kennen zu lernen.

Das Angebot der Betreuungsgruppen ist ausgerichtet für Demenzkranke aller Krankheitsstadien, mit Ausnahme von bettlägerigen oder schwerst mehrfacherkrankten Pflegebedürftigen.

Finanzierung der Teilnahme an einer Betreuungsgruppe
Meist wird eine Betreuungspauschale pro Gruppentreffen erhoben.
Für Betreuungsgruppen, die nach den Bestimmungen des Pflegeversicherungsgesetzes (SGB XI, § 45 b) eine Anerkennung durch das Land NRW erhalten haben, kann die Betreuungspauschale mit der Pflegekasse abgerecht werden.

Wichtig
Für eine Abrechnung mit der Pflegekasse muss die erkrankte Person mindestens die Pflegestufe I der Pflegeversicherung erhalten haben und zugleich die Feststellung durch den Medizinischen Dienstes getroffen worden sein, dass dauerhaft ein erheblicher Bedarf an Betreuung und allgemeiner Beaufsichtigung im Sinne des >Pflegeleistungs-Ergänzungsgesetzes< besteht.

Eine Abrechnung mit der Pflegekasse kann auch dann erfolgen, wenn mindestens die Pflegestufe I der Pflegeversicherung vorliegt und die >Verhinderungspflege< in Anspruch genommen wird.

Für Gäste, die noch keine Pflegestufe nach dem Pflegeversicherungsgesetz erhalten haben, werden zum Teil von den Betreuungsgruppen niedrigere Betreuungspauschalen erhoben.

Die Anbieter von Betreuungsgruppen beraten Sie hier gerne!

Parallele Betreuungsgruppen
Betreuungsgruppen werden zum Teil auch parallel zu Angehörigengesprächskreisen angeboten, um Pflegenden die Teilnahme an diesen Gesprächsgruppen zu ermöglichen (>Angehörigengruppen<).