Schulungen für pflegende Angehörige


Die Betreuung und Pflege demenzkranker Menschen zählt zu den anspruchsvollsten Aufgaben in der Pflege. Die Welt eines verwirrten Menschen zu verstehen erweist sich im Alltag nicht immer als einfach. Vor allem pflegende Angehörige tragen die Hauptlast und sind gefordert, sowohl mit schwierigen Verhaltensweisen der Erkrankten umzugehen, als auch Wege zur eigenen Entlastung zu finden.

Das Demenz-Servicezentrum führt - auf Anfrage auch in enger Zusammenarbeit mit anderen Trägern - Schulungen für Angehörige von Demenzkranken durch.

Kursreihe: "Hilfe beim Helfen für Angehörige von Menschen mit Demenz"
Dieser Schulungskurs orientiert sich an der von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft konzipierten Kursreihe "Hilfe beim Helfen" und ist speziell ausgereichtet auf die Bedürfnisse pflegender Angehöriger von Demenzkranken.

Ziele des Kurses

In diesem Kurs werden Informationen vermitteln: über die Erkrankung, den Umgang mit Erkrankten, die rechtliche Situation und über Möglichkeiten der Entlastung und wie diese finanziert werden können.

Es werden Kompetenzen weitergegeben, um den Betreuungs- und Pflegealltag sicherer und besser bewältigen zu können. Praktische Hilfen, Tipps und Tricks für den Alltag und viel Wissenswertes zum Thema werden vermittelt.

Schließlich werden Hilfe angeboten, mit der emotionalen Belastung, die in der Betreuung und Pflege demenzkranker Menschen auftreten, umzugehen. Fragen, Zweifel und Ängste können hier in Ruhe besprochen werden.

Übersicht zu den Kurseinheiten
Der Kurs besteht aus 7 Kurseinheiten à 90 Minuten. Eine regelmäßige Teilnahme ist empfehlenswert, aber nicht verpflichtend. Ein Kursmoderator leitet den Kurs. Die Teilnahme an dem Kurs ist kostenfrei.

1. Einführung
Begrüßung, Organisatorisches, Erfahrungsaustausch, Einführung in die Thematik: Basisinformation zum Thema Demenz.

2. Demenz aus medizinischer Sicht
Ursachen einer Demenz, Diagnostik, und Behandlungsmöglichkeiten.

3. Das frühe Stadium
Erste Verluste der Alltagskompetenz, Verlust der Autonomie, Zugang zur Welt der Betroffenen, Kommunikation.

4. Das mittlere Stadium
Rückzug und Antriebslosigkeit, Bewegung, aggressives Verhalten, Loslassen können, Akzeptanz der Situation.

5. Das späte Stadium
Zunehmende Hilflosigkeit, Bettlägerigkeit, Körperhygiene, Anziehen, Ernährung, Ausscheidung.

6. Recht und Versicherung
Pflegeversicherung, der Besuch des Medizinischen Dienst der Krankenkasse, das Pflegeleistungsergänzungsgesetz, das Betreuungsrecht.

7. Entlastung der Angehörigen
Motive zur Pflegeübernahme, Reflektion individueller Belastungen, Entlastungsangebote, Hilfsmitteln.

Termine für die nächsten geplanten Schulungen finden Sie unter dem Menüpunkt >Vorträge/Veranstaltungen.<