Agenda 21 Deutschland


Agenda 21 Deutschland

1992

Die Bundesregierung veröffentlicht die Rio-Deklaration.

1994

Auf der Konferenz der Ministerpräsidenten wird die Bedeutung der Agenda 21 für die kommunale Ebene in einer gemeinsamen Erklärung hervorgehoben.

1994

Das Prinzip der Nachhaltigkeit wird in Artikel 20a des Grundgesetztes zum Staatsziel erklärt.

1997

Die Präsidenten der kommunalen Spitzenverbände verabschieden das Ziel, alle Kommunen in Deutschland für einen Lokalen-Agenda-21-Prozess zu gewinnen.

Da für Deutschland bisher kein nationales Gremium existiert, das den Prozess der Lokalen Agenda fördert, wird in Bonn der Arbeitskreis "Agenda- 21 - Transferstellen auf Länderebene" gegründet.

1998

In einer Novellierung des Baugesetzbuches und des Raumordnungsgesetzes wird die nachhaltige städtebauliche und räumliche Entwicklung als Zielvorgabe festgelegt.

2001

Die Bundesregierung beruft den Rat für Nachhaltige Entwicklung. Der Rat berät die Politik in Fragen der Nachhaltigkeit, schlägt neue Projekte vor und macht Vorschläge, wie die Nachhaltigkeitsstrategie in Deutschland vorangetrieben werden kann Opens external link in new windowwww.nachhaltigkeitsrat.de.

2002

Im April stellt die Bundesregierung ihre Strategie für eine nachhaltige Entwicklung vor. Das Papier trägt den Titel "Perspektiven für Deutschland". Mit der Erstellung einer nationalen Strategie ist eine der Verpflichtungen vom UN-Weltgipfel zu Umwelt und Entwicklung aus dem Jahr 1992 erfüllt.

2002

Im August nimmt die "Bundesweite Servicestelle Lokale Agenda 21" von Agenda-Transfer ihre Arbeit auf. Die Mitarbeiter der Servicestelle informieren und beraten zum Thema Nachhaltigkeit Opens external link in new windowwww.agenda-transfer.de.

2004

Für dieses Jahr hat die Bundesregierung angekündigt, einen Fortschrittsbericht über die bisherigen Erfolge bei der Nachhaltigen Entwicklung zu veröffentlichen.

2004

Juli 2004, deutsche Kommunen haben inzwischen den Ratsbeschluss gefasst, eine Lokale Agenda 21 zu erarbeiten. Fast alle Bundesländer verfügen über eine zentrale Stelle zur Koordination der Lokalen Agenda 21 und zur Informationsweitergabe. Eine Vielzahl von finanziellen Förderprogrammen wurde aufgelegt, zahlreiche Bürger und Initiativen haben bisher am Agenda-Prozess beteiligt.

2005

Im Opens external link in new windowWegweiser Nachhaltigkeit 2005 beschreibt die Bundesregierung den Stand ihrer Politik für eine nachhaltige Entwicklung auf nationaler und auf internationaler Ebene. Wie keine Bundesregierung vorher hat sie das Prinzip der nachhaltigen Entwicklung zur Leitlinie ihres Handelns gemacht.
Ausgangspunkt ist eine anspruchsvolle Nachhaltigkeitsstrategie mit konkreten Zielen und Indikatoren, die zum Weltgipfel 2002 in Johannesburg vorgelegt wurden. Mit diesem Wegweiser wird zum zweiten Mal Bilanz gezogen. Es wird gezeigt in welche Richtung es bei weiteren wichtigen politischen Schwerpunkten geht.

2006

Die Bundesregierung legt Indikatorenbericht zur nachhaltigen Entwicklung vor. Nachhaltige Entwicklung soll messbar sein. Daher hat die Bundesregierung in ihrer vor fünf Jahren aufgelegten Nachhaltigkeitsstrategie 21  Indikatoren festgelegt, die die Nachhaltigkeit der Entwicklung von Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft beobachten. Mit dem jetzt vorgelegten Indikatorenbericht dokumentiert das Statistische Bundesamt im Auftrag der Bundesregierung, welche Richtung die nachhaltige  Entwicklung in Deutschland einschlägt.
Nachhaltige Entwicklung in Deutschland - Opens external link in new windowder Indikatorenbericht 2006.

2008

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung fordert eine wirksamere und verbindlichere Nachhaltigkeitsstrategie. Dass diese notwendig ist, beweisen die vielen roten Ampeln im „Ampelbericht“ den der Rat im April 2008 vorstellte. Der Bericht bewertet den seit 2006 erreichten Zwischenstand der Ziele der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung. Der Rat bewertet in seinem „Ampelbericht“ kritisch anhand von 21 Indikatoren das Ist und Soll der Nachhaltigkeitsziele plakativ mit grünen, gelben und roten Ampeln. Zwei Drittel der Ampeln stehen auf rot oder gelb, zehn Ampeln stehen auf grün – Opens external link in new windowder Ampelbericht 2008.

2009

Lob und Anerkennung, aber auch deutliche Kritik und Handlungsempfehlungen enthält das Gutachten „Sustainability Made in Germany – we know you can do it“, das eine internationale Gruppe aus Klima-, Nachhaltigkeits- und Wirtschaftsexperten am 23. November 2009 in Berlin Bundeskanzlerin Angela Merkel übergeben hat. Volker Hauff, der Vorsitzende des Rates für Nachhaltige Entwicklung, appellierte an die Bundesregierung, die Empfehlungen der ausländischen Experten eingehend zu prüfen.

2010

Kurz vor Ende seiner Berufungsperiode im Mai 2010 hat der Rat für Nachhaltige Entwicklung nun seinen Opens external link in new windowTätigkeitsbericht für die Jahre 2007 bis 2010 vorgelegt. Darin ziehen die Berater der Bundesregierung ein grundsätzlich positives Fazit ihrer Arbeit. Die Bilanz offenbart aber auch Grenzen, die der Rat im Kern auf die Struktur des von der Bundesregierung gewählten Arbeitsmodells zurückführt. Auf der Habenseite verbucht der Rat, dass das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung in der Öffentlichkeit und in der deutschen Wirtschaft bekannter geworden sei und erheblich an Akzeptanz gewonnen habe. Die Idee der Nachhaltigkeit sei zudem großen Teilen der Gesellschaft geläufiger als noch vor drei Jahren. Die öffentliche Diskussion über Nachhaltigkeitsfragen habe eine „neue Stufe“ erreicht, etwa in den Debatten um den nachhaltigen Konsum, die nationale Nachhaltigkeitsstrategie, die Energiepolitik, den anhaltenden Flächenverbrauch oder die Finanz- und Steuerpolitik. Der Rat unterstreicht in seinem Tätigkeitsbericht aber auch, dass das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung trotz vieler Verbesserungen noch nicht zur verbindlichen Norm in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft geworden sei. Daran müsse weiter gearbeitet werden. Dem Rat sei dies mit seinen jetzigen Kapazitäten nur eingeschränkt möglich. Der vollständige Opens external link in new windowTätigkeitsbericht

2011

 „…und was bedeutet Nachhaltigkeit?“ – diese Frage stellt das Motto der 11. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung am 20. Juni 2011 in Berlin.

Die Idee der Nachhaltigkeit macht die Runde, aber oft auch nur als leere Formel und in irreführender Verwendung. Was ist Nachhaltigkeit? Worum geht es wirklich? Namhafte Redner werden sich damit auseinandersetzen. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesumweltminister Norbert Röttgen werden Stellung beziehen, ebenso wie Hans-Peter Repnik und die Mitglieder des Nachhaltigkeitsrates, die Wirtschaftsführer Jochen Zeitz (Puma) und Götz Rehn (Alnatura), der Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber (PIK) und viele andere mehr. Entscheidungsträger der kommenden 40 Jahre, die „U27“, werden über ihre Vision für 2050 berichten und diskutieren. Noch mehr als bisher setzt der Rat auf Dialog, was auch im Namen des neuen Formates Ausdruck findet: „Der Meinungsplatz.“ Zum Programm der 11. Jahreskonferenz und zur Anmeldung Opens external link in new windowHIER .

2011

Kongress "Rio+20 - Nachhaltig vor Ort! & fünfter Netzwerk21Kongress" vom 7.-9. Dezember 2011 in Hannover. Im 20. Jahr nach der Verabschiedung der Agenda 21 in Rio de Janeiro wird mit diesem Kongress eine erste Bilanz zu den Entwicklungen auf der lokalen Ebene in Deutschland gezogen. Welche Prozesse verlaufen heute nachhaltiger als vor 20 Jahren? Welche neuen Herausforderungen haben sich entwickelt? Und wo stehen wir noch vor den gleichen Herausforderungen und müssen neue Lösungsansätze finden? Dabei thematisiert der Kongress die verschiedenen Rollen der Kommunen, der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft aus lokaler Perspektive. Programm des Kongresses Opens external link in new windowwww.rioplus20kongress.de
Die Reihe der bisherigen Netzwerk21Kongresse wird in diesem Jahr im Rahmen des Kongresses Rio+20 fortgesetzt. Zur Weiterentwicklung der Vernetzung von Initiativen, Unternehmen, Büros und Beauftragten, die das Erbe der Agenda 21 weiterhin auf der lokalen Ebene wach halten und weiter entwickeln, findet zum Beginn des Kongresses ein World-Café "Standortbestimmung und Perspektiven lokaler Nachhaltigkeitsprozesse"statt, zu dem ich Sie besonders einladen möchte.

  • www.nachhaltigkeitsrat.de
    Nachhaltigkeitsrat der Bundesregierung
  • www.bne-portal.de
    Portal der UN- Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ 2005- 2014 in Deutschland
  • www.transfer-21.de
    Vom Arbeitsbereich Erziehungswissenschaftliche Zukunftsforschung an der FU Berlin (Prof. de Haan) weiterbetriebene Seite des bundesweiten Programms Transfer-21 (2004-2008)
  • www.nachhaltigkeit.info
    Umfassendes Lexikon zur Nachhaltigkeit der Aachener Stiftung Kathy Beys
  • www.baumev.de
    Unternehmerverband ökologisch und nachhaltig orientierter Unternehmen in Deutschland
  • www.bmu.de
    Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
  • www.klimabuendnis.org
    Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder